Hinweise für Familienforscher im Archiv des Bistums Augsburg

Im Archiv des Bistums Augsburg werden die Pfarrmatrikeln als Digitalisate vorgelegt. Wie in den meisten bayerischen Bistumsarchiven sind dafür konservatorische Gründe ausschlaggebend.

Für Ihre Familienforschung beachten Sie bitte die folgenden Punkte:

1. Lesesaal-Applikation:

a) Anmeldung

Nach Einschalten des Terminals und des Monitors klicken Sie bitte doppelt auf das Icon „Archivrecherche“. Auf der nächsten Seite wählen Sie bitte „Pfarrmatrikeln des Bistums Augsburg“, geben bei „Passwort“ die auf dem Ihnen ausgehändigten Zettel notierte Ziffern- und Buchstabenfolge ein und klicken auf „Login“. Das Zugangspasswort gilt für einen Tag.

b) Ansehen der Digitalisate

In der linken Spalte klicken Sie bitte unter „Pfarrmatrikeln“ -> „Pfarreien“ auf den Anfangsbuchstaben und dann auf den Namen der Pfarrei, die Sie suchen. Dadurch erscheint in der rechten Spalte eine Vorbemerkung, welche Auskunft über die zugehörigen Filialen und Weiler wie auch Veränderungen der Zugehörigkeit gibt.

In der linken Spalte können Sie unter dem Namen jeder Pfarrei den Ordner des gesuchten Jahrhunderts auswählen und danach in der rechten Spalte die gesuchte Laufzeit und Matrikelart („Typ“). Durch Bewegung des Mauszeigers auf das graue „i“ öffnet sich ein Feld mit weiteren Informationen. Bitte klicken Sie zum Öffnen der Digitalisate entweder „Ansicht“ oder „Verweis“ am rechten Rand der Zeile an.

Mit den Pfeiltasten in der oberen Leiste rechts können Sie Bild für Bild blättern oder zum Anfang oder Ende des Bands navigieren. Wenn Sie sich schneller innerhalb eines Bands bewegen wollen, benutzen Sie bitte das graue Feld links. Mit der Pfeiltaste nach unten öffnen sich die Nummern und Vorschaubilder der Digitalisate, durch die Sie sich mit der Bildlaufleiste oder dem Rändelrad der Maus bewegen können.

Zum Vergrößern oder Verkleinern eines Bildes verwenden Sie bitte die Symbole „+“ und „-“.

Mit dem Warenkorb-Symbol können Sie Kopien bestellen. Das durchbrochene Quadrat ist für das Erstellen eines Bildausschnitts gedacht.

Falls Sie eine Nachricht hinterlassen wollen, klicken Sie bitte auf den Briefumschlag.

c) Weitere Funktionen

Auf der Startseite der Lesesaal-Applikation können Sie unter „Suche“ einzelne Orte finden. Die Pfarreien, in denen der Ortsname vorkommt, werden Ihnen in einer Liste angezeigt.

Ihren Warenkorb können Sie hier nochmals überprüfen, gegebenenfalls Bilder löschen und den Warenkorb an das Aufsichtspersonal zum Ausdrucken senden.

Die Schriftgröße kann bei Bedarf vergrößert werden.

Mehrfaches Öffnen der Startseite (um eine zweite Pfarrei, die Website, den Warenkorb etc. anzusehen): neuen Tab öffnen (+ in der obersten Zeile rechts neben dem offenen Tab) und auf das Home-Symbol klicken (das Häuschen in der zweiten Zeile ganz links).

Wechsel zwischen den Anwendungen (Lesesaal-Applikation, Pfarrmatrikelliste, Startseite etc.): Tastenkombination: STRG+ALT+NACH-OBEN/NACH-UNTEN

d) Abmeldung

Wenn Sie mit Ihren Recherchen fertig sind, klicken Sie bitte auf „LOGOUT“ und schalten das Terminal und den Monitor aus.

2. Pfarrmatrikellisten 

Wenn Sie die genauen Inhalte der Matrikeln erfahren möchten, wählen Sie bitte auf der Startseite „Website des Bistums Augsburg - Pfarrmatrikeln“. Hier finden Sie Listen zu allen digitalisierten Matrikeln.

a) Abkürzungen in den Filmlisten:

T

Taufen

G

Geburten

H

Heiraten

S

Sterbefälle

Spons.

Sponsalien (Verlöbnisse)

F

Firmungen

-R

Register (alphabetisch)

SB

Seelenbeschrieb

FB

Familienbuch

FBl.

Familienblätter

abg.

abgedeckt

Abschr.

Abschrift

achron.

achronologisch (Daten nicht in der richtigen zeitlichen Reihenfolge)

Dupl.

Duplikat

ff.

folgende

HONB

Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, München 1951ff.

m.L.

mit Lücken

masch.

maschinenschriftlich

Nachtr.

Nachträge

o.J.

ohne Jahr

Or./Orig.

Original

Titelbl.

Titelblatt

[Quadrat]

Titelblatt am Anfang

unehel.

unehelich geboren

Zw./Zweitschr.

Zweitschrift

(1, 2, 3, ...)

Bandzahl in Klammern: Band nicht im Archiv des Bistums

(901, 902, 903, ...)

Bandzahlen über 900: zusätzlich verfilmte Archivalien aus dem Pfarrarchiv

b) Alphabetische Namensregister

Wichtig sind nach wie vor die alphabetischen Namensregister, sofern diese angelegt wurden.
Es empfiehlt sich, den/die gesuchten Namen mit der Seitenzahl zu notieren und dann zum Bild mit der angegebenen Seite zu navigieren.
Ältere Namensregister vor 1900 können mitunter Lücken aufweisen, sind also nicht unbedingt zuverlässig.

c) Pfarrei- bzw. Filialzugehörigkeit

Soweit dies ermittelt werden konnte, geben die Pfarrmatrikellisten darüber Aufschluss, zu welchen Zeiten sich die Pfarreizugehörigkeit geändert hat. In diesem Fall sind die Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge in der benannten Nachbarpfarrei zu finden. Name und Sitz der Pfarrei richten sich in der Regel nach dem Stand von 1875, so ist z.B. Augsburg-Pfersee unter Pfersee zu finden.

3. Qualität der Digitalisate

Bitte beachten Sie generell, dass die Lesequalität der Digitalisate unmöglich besser sein kann als die des Originals. Leider ist in einigen Fällen die Qualität der Kopien nicht optimal (bisweilen zu hell oder zu dunkel).

4. Allgemeine Hinweise zur Familienforschung

In der Regel werden nur Kirchenbücher vor dem Stichjahr 1876 vorgelegt. Ab diesem Zeitpunkt sind die jeweiligen Standesämter bzw. die kommunalen Archive für Auskünfte zuständig. Am ergiebigsten sind im 19. Jahrhundert die Heiratseinträge, da aus ihnen fast immer die Geburtsdaten der Ehepartner mit Angabe der Eltern bzw. deren Herkunftsorte hervorgehen. Der Herkunfts- bzw. letzte Wohnort des Ehepartners muss jedoch nicht unbedingt mit dem Geburtsort identisch sein.
Viele Pfarreien führen im 19. Jahrhundert die meist nach Hausnummern geordneten sog. Familienbücher, die manchmal zusätzliche Informationen zu einzelnen Familien enthalten. Sterbeeinträge sind ohne alphabetisches Namenregister meist nur mit großem Zeitaufwand zu ermitteln. Verheiratete Frauen und Witwen sind manchmal unter ihrem Mädchennamen aufgeführt (häufiger im Allgäu). Nicht selten verzogen die Eltern im Alter zu ihren Kindern in auswärtige Pfarreien, in denen dann auch die Sterbeeinträge zu finden sind.