Corona-Virus: Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (AKTUALISIERUNG: 16.03.2020)

Mit diesem Schreiben erhalten Sie eine Aktualisierung unserer Hinweise zur Viruserkrankung „Coronavirus Covid-19“ vom 11. März 2020. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Hinweise des genannten Schreibens weiterhin Bestand haben, sofern mit diesem Schreiben nichts Anderes geregelt wird.

Ziel und Grundsatz soll sein, als Dienstgeber angesichts der zwischenzeitlichen Entwicklungen angemessen und flexibel für Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Blick auf die bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu reagieren.

 

  1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Krankheitssymptome

a. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet, für das eine Warnung des Auswärtigen Amtes (AA) ausgesprochen worden ist, aufgehalten haben und keine Krankheitssymptome zeigen, müssen unverzüglich ihre/ihren Dienstvorgesetzten hierüber informieren und dürfen bis einschließlich 14 Tage ab dem Tag der Rückkehr nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen.

Sofern sie in Homeoffice arbeiten können (vgl. nachstehende Ziffer 5), ist die Möglichkeit des mobilen Arbeitens zu wählen. Besteht diese Möglichkeit nicht, wird (ohne Anerkennung einer Rechtspflicht) für den o. g. Zeitraum Arbeitsbefreiung unter Weiterzahlung des Entgelts bis zu 10 Tagen gewährt. Sofern eine größere Zahl an Mehrarbeits- oder Überstunden bzw. ein Gleitzeitguthaben besteht, klären die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter und die/der Dienstvorgesetzte, ob diese eingebracht werden können. Ebenso ist zu klären, ob evtl. noch vorhandener Urlaub aus dem Jahre 2019 eingebracht werden kann. Eine Verpflichtung dazu besteht ausdrücklich nicht.

Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter hat den/die Vorgesetzte über die aktuelle Lage zu informieren.

b. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einer an dem Coronavirus erkrankten Personen hatten, bei der/dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, müssen zu Hause bleiben und sich, auch wenn sie keine Krankheitssymptome aufweisen, umgehend an ihr örtlich zuständiges Gesundheitsamt wenden. Als sog. Kontaktperson dürfen sie nicht zum Dienst erscheinen, sondern müssen zu Hause bleiben und sich unverzüglich bei ihren Dienstvorgesetzten telefonisch melden. Bis zur Klärung durch das Gesundheitsamt wird Arbeitsbefreiung unter Weiterzahlung des Entgelts gewährt.

Werden Sie durch Anordnung des Gesundheitsamts unter Quarantäne oder häusliche Isolierung gestellt, wird das Entgelt für die ersten sechs Wochen dieser Maßnahme weitergezahlt. Die/Der Dienstvorgesetzte ist von Ihnen über den aktuellen Stand zu informieren. Wird keine Quarantäne angeordnet, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Dienst erscheinen.

c. Wer ‚lediglich‘ zu einem späteren Zeitpunkt mit einer sog. Kontaktperson, also die mit einer infizierten Person in direktem Kontakt war, in Kontakt kommt, kann nach aktuellem Stand i. d. R. regulär arbeiten. Im Zweifelsfall ist eine Ärztin/ein Arzt zu konsultieren.

 

2. Schwangere Mitarbeiterinnen

Schwangere scheinen nach Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.

Liegt in der Dienststelle ein begründeter Verdachtsfall vor, wird gleichwohl nach Rücksprache mit der zuständigen Personalabteilung gegenüber allen schwangeren Mitarbeiterinnen ein vorläufiges befristetes „betriebliches Beschäftigungsverbot“ ausgesprochen. Der Betriebsarzt wird durch die Personalabteilung einbezogen.

Im Falle eines solchen betrieblichen Beschäftigungsverbots sind die Mitarbeiterinnen verpflichtet, sich täglich bei den Dienstvorgesetzten telefonisch zu melden. Sollten Sie als schwangere Mitarbeiterin darüber hinaus ein ‚Unwohlsein‘ angesichts der Gesamtsituation empfinden, besprechen Sie dies bitte offen mit Ihrer/Ihrem Dienstvorgesetzten bzw. mit der zuständigen Personalabteilung.

 

3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vorerkrankungen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit chronischen Vorerkrankungen (mit oder ohne Grad einer Behinderung), die aufgrund dessen Bedenken haben, in die Dienststelle zu kommen, wird empfohlen, dies mit ihrer behandelnden Ärztin/ihrem behandelnden Arzt zu besprechen und dann mit ihrer/ihrem Dienstvorgesetzten Kontakt aufzunehmen. Insbesondere bei einer erforderlichen Anfahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist zuerst zu prüfen, ob mobiles Arbeiten von zu Hause aus (vgl. nachstehende Ziffer 5) möglich ist. Sofern dies nicht möglich ist, wird die zuständige Personalabteilung im Einzelfall gemeinsam mit den Dienstvorgesetzten, ggf. unter Einschaltung des Betriebsarztes über das weitere Vorgehen entscheiden.

   

4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Eltern

Nach Mitteilung der bayerischen Staatsregierung sind wegen der Coronakrise alle Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Zeit vom 16.03. bis 19.04.2020 geschlossen.

Die vorgesehene Notfallbetreuung des Staatsministeriums greift i. d. R. für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht. Sollten Sie deshalb gezwungen sein, zur Betreuung Ihres Kindes/Ihrer Kinder zu Hause zu bleiben, kann auf Antrag bei der zuständigen Personalabteilung Dienstbefreiung für (zunächst) bis zu 10 Arbeitstage gewährt werden. Voraussetzung ist, dass ein Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und andere geeignete Betreuungspersonen nicht zur Verfügung stehen. Für die Betreuung der Kinder soll nicht auf Großeltern zurückgegriffen werden, da diese zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören. Um längere Fehlzeiten zu ermöglichen, können Zeitguthaben auch ratierlich eingebracht und Erholungsurlaub oder Urlaub unter Wegfall des Entgelts beantragt werden. Darüber hinaus gehende Einzelfallentscheidungen in besonderen (Not-)Situationen können mit der zuständigen Personalabteilung erörtert werden.

 

5. Homeoffice

Die Dienstvorgesetzten haben konkret zu prüfen, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die ihnen übertragenen Aufgaben auch im Rahmen des sog. Homeoffice erledigen können. Vorauszusetzen ist, dass die erforderlichen technischen Möglichkeiten bestehen und durch die Einräumung von Homeoffice in der Abwicklung der dienstlichen Aufgaben keine Verzögerungen oder Beeinträchtigungen eintreten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Homeoffice tätig werden, haben ihrer/ihrem Dienstvorgesetzten den gewöhnlichen Beginn und Ende des Arbeitstages mitzuteilen und darüber hinaus in einvernehmlicher Absprache eine geeignete Form der Erreichbarkeit sicherzustellen und bekannt zu geben.

 

6. Dienstvereinbarung „Gleitzeitregelung“

Die Dienstvereinbarung „Gleitzeitregelung“ für das Bischöfliche Ordinariat Augsburg unterscheidet bei der täglichen Arbeitszeit die „Kernarbeitszeit“ und die „Gleitzeit“. Bis auf Weiteres wird auf die Einhaltung der „Kernarbeitszeit“, also der Zeitspanne, während der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwesend und an ihrem Arbeitsplatz erreichbar sein müssen, verzichtet. Damit ist es möglich, innerhalb einer Dienststelle zu einer weitgehenden Entzerrung der Anwesenheitszeiten zu gelangen.

 

7. Konferenzen / Besprechungen / Veranstaltungen / Versammlungen/ Seminare/ Fortbildungen

Befassungen der genannten Art, die nicht zwingend notwendig sind, sollen abgesagt oder wenigstens verschoben werden.

  

8. Dienstreisen / Private Reisen in ein Risikogebiet

Dienstreisen dürfen nur durchgeführt werden, wenn dies dienstlich zwingend erforderlich ist und sie nicht verschoben werden können. Dienstreisen sollen vorrangig mit einem PKW durchgeführt werden.

Von privaten Reisen in ein Risikogebiet wird dringend abgeraten. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei privaten Reisen in ein Risikogebiet, die bewusst angetreten werden, obwohl der Zielort als in einem Risikogebiet liegend bekannt ist, übertarifliche, d. h. über das ABD hinausgehende Leistungen des Dienstgebers nicht gewährt werden.

 

9. Mögliche freie Kapazitäten

Es dürfte zu erwarten sein, dass sich mit zunehmender Zeit für einige Berufsgruppen (pastorales Personal, Kirchenmusiker, Mesner, Hausmeister, Reinigungskräfte u. a.), insbesondere für die, die auf Pfarrei-/Pfarreiengemeinschaftsebene tätig sind, aufgrund der ausnahmslosen Absage von Veranstaltungen und Gottesdiensten freie Kapazitäten ergeben. Es wird angeregt, diese für allgemeine Vor- und Nachbereitungsarbeiten zu nutzen. Unter Umständen gibt es Arbeiten und Dinge zu tun, die schon länger aufgeschoben wurden und aufgrund zeitlicher Engpässe bisher nicht erledigt werden konnten. Im Übrigen gelten die Hinweise dieses Schreibens (insbesondere Ziffer 5 – Homeoffice). Unter diesen Umständen wird der Abbau von Mehrarbeits- oder Überstunden und ggf. Urlaub von 2019 für sehr angebracht gehalten.

Liebe Mitarbeiterinnen und liebe Mitarbeiter, es wird auch weiterhin keiner von uns absehen, geschweige denn voraussagen können, wie sich die Lage, ja der ausgerufene „Katastrophenfall“ weiter entwickeln wird. Wir versuchen möglichst aktuell und konkret zu handeln, soweit es in diesen Tagen eben möglich ist. Auch in diesem Schreiben wurde versucht, inzwischen eingegangene Anfragen mit zu beantworten. Im Bedarfsfall werden natürlich weitere Informationen und Hinweise von meiner Seite aus erfolgen. Sollten Sie weiteren Handlungsbedarf oder weitere Handlungsfelder sehen, teilen Sie dies bitte gerne Ihrer zuständigen Personalabteilung mit.

 

(NEU: 16.03.2020) Einstellung von Fortbildungsveranstaltungen

Aus Gründen der Prävention der Übertragung des Coronavirus werden zunächst alle Qualifizierungsmaßnahmen der Fortbildungsabteilung, die bis zum 19. April 2020 geplant sind, eingestellt.

Weiterhin werden keine Qualifizierungsmaßnahmen und keine Exerzitien genehmigt, die im Zeitraum bis zum 19. April 2020 stattfinden. Angesichts der unübersichtlichen Lage bezüglich des Epidemieverlaufs wird angeraten, sich erst dann wieder zu Qualifizierungsmaßnahmen oder Exerzitien anzumelden, wenn die Epidemie abgeklungen ist.

 

(11.03.2020) Angesichts der aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Infektion in Deutschland informiert das Generalvikariat in einem Schreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter höchstvorsorglich über diese Krankheit und die damit unter Umständen verbundenen Konsequenzen und bittet darum, selbst einige Schutzmaßnahmen zu beachten. Zudem wird zeitnah eine „Hotline“ für diesbezügliche Fragen eingerichtet. "Insgesamt darf ich Sie alle herzlich bitten, mit Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Besonnenheit mit der Situation umzugehen", wendet sich Domkapitular Harald Heinrich, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auch in Bayern steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen täglich. Die Risikoeinschätzung der Übertragbarkeit hat sich seit Ausbruch der Krankheit deutlich geändert. Wir sind bemüht, zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichen Ansteckungsgefahren gezielt entgegenzuwirken.

  

I.

 

1. So verhalten Sie sich im Verdachtsfall richtig:

a) Hatten Sie persönlichen Kontakt zu einer infizierten / erkrankten Person, wenden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch an Ihr zuständiges Gesundheitsamt; dies gilt auch, wenn Sie selbst keine Symptome verspüren.

Das für Sie zuständige Gesundheitsamt können Sie erforderlichenfalls über die Homepage des Robert-Koch-Instituts ausfindig machen.

b) Haben Sie bei sich selbst Symptome festgestellt, kontaktieren Sie bitte telefonisch Ihren Hausarzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel.: 116 117). Geben Sie dem Arzt genaue Angaben zu Symptomen und möglichen Kontakten zu erkrankten Personen. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Sollten Sie in den letzten Tagen aus einem Risiko- oder Verbreitungsgebiet, für das eine Warnung des Auswärtigen Amts ausgesprochen worden war, zurückgekehrt sein, sollten Sie gleichfalls höchstvorsorglich mit Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst telefonischen Kontakt aufnehmen.

Nach einer Veröffentlichung der Stadt Augsburg wird unter Risikogebiet ein Gebiet mit hoher Zahl an Fällen, unter Verbreitungsgebiet ein Gebiet mit nachgewiesenen Infektionen verstanden.

c) Vermeiden Sie – auch für den Fall, dass die vorstehenden Buchstaben a) und b) auf Sie nicht zutreffen sollten - alle nicht notwendigen Kontakte mit anderen Personen.

d) Da es nach einer möglichen Ansteckung bis zu 14 Tage bis zum Auftreten erster Symptome dauern kann, bleiben Sie bei jedem konkreten Verdacht einer Infektion bzw. nach der Rückkehr aus einem Risiko- oder Verbreitungsgebiet zu Hause, bis der Verdacht ausgeräumt ist. Für diese Zeit können Sie ein bestehendes Zeitguthaben aus Gleitzeit-, Mehrarbeit- bzw. Überstunden einbringen.

Die Empfehlung des Robert-Koch-Institutes, dass Personen, die sich in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben sollte, machen wir uns zu eigen.

Ihre Abwesenheit müssen Sie mit Ihrem Dienstvorgesetzten absprechen. Verständigen Sie insoweit auch die für Sie zuständige Personalabteilung.

 

2. Setzen Sie uns unverzüglich über eine Infektion oder einen Verdachtsfall in Kenntnis, damit auch wir entsprechend reagieren können.

Nach Mitteilung des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern e.V. ist von einer konkreten Infektionsgefahr dann auszugehen, wenn der Beschäftigte in räumlicher Nähe zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stand. In diesem Fall trifft die Beschäftigten eine arbeitsvertragliche Hinweispflicht gegenüber ihrem Arbeitgeber.

Da von einer konkreten Infektionsgefahr regelmäßig auch dann auszugehen ist, wenn sich der Arbeitnehmer in einem Risiko- oder Verbreitungsgebiet aufgehalten hat, sollten Sie uns mitteilen, soweit Sie sich in den letzten Wochen in einer gefährdeten Region aufgehalten haben

Wenden Sie sich insoweit bitte vertrauensvoll - telefonisch - an die für Sie zuständige Personalabteilung.

 

3. Daran erkennen Sie eine mögliche Erkrankung:

Die Symptome der Coronavirus-Infektion entsprechen den Symptomen anderer Erkältungsinfekte oder grippaler Infekte:

  • Husten                         
  • Schnupfen
  • Rachenentzündung           
  • Atembeschwerden
  • Muskelschmerzen            
  • Fieber
  • einige Betroffene leiden an Durchfall.

Die Wahrscheinlichkeit, bei den vorgenannten Symptomen eine Coronavirus-Infektion zu haben, ist unverändert sehr gering. Diese Symptome sind nur Anzeichen einer möglichen Erkrankung. Eine sichere Diagnose kann nur ein Arzt stellen.

 

4. So wird das Virus übertragen:

a) Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen)

b) Kontakt mit infizierten Oberflächen (Türgriffe, Arbeitsflächen, Treppengeländer). Über die Hand gelangen die Erreger dann in Nase, Mund oder Augen des Betroffenen.

 

5. Wie können Sie eine Ansteckung vermeiden?

a) Vermeiden Sie Körperkontakt zu anderen Menschen (z. B. Händeschütteln, Umarmungen).

b) Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.

c) Halten Sie Abstand zu krankheitsverdächtigen Personen (min. 2 Meter).

d) Niesen oder Husten Sie in ein Einwegtaschentuch und entsorgen Sie dieses in einem verschlossenen Mülleimer. Ist kein Einwegtaschentuch griffbereit, Niesen oder Husten Sie in die Armbeuge und drehen Sie sich von anderen Personen weg. Danach sollten die Hände gewaschen werden.

e) Betreiben Sie grundsätzlich eine regelmäßige Handhygiene (min. 20-30 Sekunden Händewaschen).

f) Nutzen Sie Handdesinfektionsmittel.

g) Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird nur bei Vorliegen einer akuten Atemwegsinfektion empfohlen. Bei gesunden Personen hat ein Mund-Nasen-Schutz keine nachgewiesene Wirkung.

h) Von Privatreisen in Risiko- oder Verbreitungsgebiete des Coronavirus wird bis auf Weiteres dringend abgeraten.

Sollten Sie gleichwohl an der Reise festhalten wollen, kann dies negative Auswirkungen auf Ihren Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) haben.

Steht in der nächsten Zeit eine Dienstreise bevor, entscheiden Sie bitte in Rücksprache mit Ihrem Vorgesetzten über Planung bzw. Antritt.

 

II.

 

1. Grundsätzliche Pflicht zur Arbeitsleistung

Grundsätzlich lässt die aktuelle Coronavirus-Infektion die Pflicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeitsleistung unberührt. Ihnen steht kein allgemeines Zurückbehaltungsrecht bezüglich Ihrer Arbeitsleistung zu, weil Sie z.B. auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz oder aber durch Kontakte mit anderen am Arbeitsplatz potentiell einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sein könnten. Sie sind im Grundsatz weiterhin verpflichtet, Ihren Arbeitsvertrag zu erfüllen.

Die arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht kann es aber gebieten, dass bei erkennbaren Risiken Aufklärungs- oder andere Vorsichtsmaßnahmen durchzuführen, um möglichen Ansteckungsgefahren der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenzusteuern. Liegen Anzeichen einer Erkrankung vor, kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter einseitig von ihrer / seiner Leistung entbunden oder ggfs. angewiesen werden, im Homeoffice zu arbeiten.

 

2. Entgeltfortzahlung

a) Sind Sie tatsächlich an Covid-19 erkrankt, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Entgeltfortzahlung gemäß § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG).

b) Befinden Sie sich auf Anordnung einer deutschen Behörde in Quarantäne oder in häuslicher Isolierung

  • und können trotzdem Ihre Arbeitsleistung erbringen (z.B. Homeoffice), erhalten Sie entsprechend Ihre Vergütung.
  • und können Sie deswegen nicht arbeiten, ist Ihnen die Arbeitsleistung unmöglich (§ 275 BGB). Hinsichtlich Ihrer Vergütung greift in diesem Fall subsidiär § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Für die ersten sechs Wochen der Quarantäne / häuslichen Isolierung erhalten Sie nach § 56 Abs. 2 S. 2 IfSG den Verdienstausfall als Entschädigung vom Arbeitgeber ausgezahlt.

c) Ist ein Familienmitglied infiziert, können Sie von der Arbeit freigestellt werden. Das Entgelt wird weiterbezahlt, sofern keine Maßnahme nach dem Infektionsschutzgesetz getroffen worden ist.

d) Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung oder werden Sie vorsorglich (ohne Erkrankung; ohne behördliche Anordnung; ohne konkrete Infektionsgefahr) von der Arbeitsleistung freigestellt, wird Ihnen die Vergütung weitergezahlt (§ 615 BGB).

e) Betriebsschließung durch den Arbeitgeber ohne behördliche Anordnung

Immer dann, wenn ein Arbeitgeber freiwillig aus Gründen der Ansteckungsvorsorge die Schließung eines Betriebes, Betriebsteils bzw. einer Verwaltungseinheit anordnet, behalten die arbeitsfähigen und arbeitswilligen Beschäftigten ihren Entgeltanspruch auch für den Zeitraum der Freistellung. Die wegen der Schließung ausgefallenen Arbeitszeiten müssen Sie nicht nacharbeiten.

Ihnen kann aber im Rahmen des Direktionsrechts anstelle einer Freistellung ein anderweitiger (gleichwertiger) Arbeitseinsatz zugewiesen werden. In Betracht zu ziehen ist namentlich ein Arbeitseinsatz im Rahmen von Home-Office.

Rechtlich möglich ist, im Rahmen des Direktionsrechts den Abbau von Gleitzeit-, Mehrarbeit- bzw. Überstunden in Einzelfällen oder für eine Mitarbeitergruppe anzuordnen.

f) Betriebsschließung durch staatliche Anordnung

Ordnet eine Behörde wegen der öffentlichen Gesundheitsgefährdung durch Coronainfektionsgefahr generell eine Betriebs(teil-)schließung an, ohne konkret für die Beschäftigten Quarantäne bzw. Isolierung anzuordnen, wird derzeit die Rechtsmeinung vertreten, dass eine solche Betriebs(teil-)schließung dem Betriebsrisiko des Arbeitgebers unterfällt. Wir werden daher bei einer behördlichen Betriebs(teil)schließungen die Entgeltzahlung bis zur abschließenden rechtlichen Klärung zunächst fortführen.

g) Kinder, die Krankheitssymptome zeigen, dürfen Kindertageseinrichtungen und Schulen nicht besuchen. Sollte eine Kindertageseinrichtung oder Schule präventiv geschlossen sein oder Ihr Kind entsprechend den Mitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales wegen eines Kontaktes oder eines Verdachtes dort nicht betreut werden dürfen, kann die Gewährung von Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts in Erwägung gezogen werden. Vorauszusetzen ist, dass eine Beaufsichtigung oder Betreuung geboten und andere geeignete Aufsichtspersonen (ältere Geschwister, Großeltern etc.) nicht zur Verfügung stehen.

 

III.

 

Bitte informieren Sie sich zudem regelmäßig über die offiziellen Seiten; diese werden stetig aktualisiert und bilden den aktuellen Stand der Entwicklungen ab.