Beruf & Familie

Das Bistum – familienbewusster Arbeitgeber: Neue Broschüre stellt die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten vor

27.07.2018 10:56

Erste Ansätze, um familiäres Engagement kirchlicher Mitarbeiter seitens der Diözese zu unterstützen, reichen bereits mehr als ein Jahrzehnt zurück. Damals ging es vor allem darum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Seelsorge dabei zu helfen, Familie und Beruf gut miteinander verbinden zu können. In den vergangenen beiden Jahren nun wurden diese Erfahrungen von einer Arbeitsgruppe zusammengetragen. Ziel war es dabei, diese auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst der Diözese Augsburg auszuweiten.

Noch druckfrisch: Die ersten Exemplare der Broschüre hat Generalvikar Heinrich soeben der Projektgruppe sowie der Mitarbeitervertretung überreicht. (Foto: Daniel Jäckel / pba)

Nun liegt das Ergebnis dieser Bemühungen vor: die Broschüre „Beruf und Familie. Die Diözese Augsburg als familienbewusste und familienfreundliche Arbeitgeberin“. Soeben hat Generalvikar Harald Heinrich die ersten Exemplare an die Mitarbeitervertretung überreicht.

„Beruf und Familie in Einklang zu bringen – das ist heute für viele Menschen die Herausforderung Nummer eins“, schreibt der Generalvikar im Vorwort der 40 Seiten umfassenden Broschüre. Die Diözese wende dabei gesetzliche und arbeitsvertragliche Regelungen konsequent an. „Darüber hinaus engagiert sie sich mit einer Vielzahl zusätzlicher Maßnahmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten“, ergänzt der Generalvikar.

Diese freiwilligen Maßnahmen für einen familienfreundlichen Arbeitsplatz sind in der Broschüre entsprechend gekennzeichnet: mit einem „diözesanen Plus“. In den Personalabteilungen gibt es etwa Familienbeauftragte. „Die Diözese Augsburg hat die Familienbeauftragten als echte Servicestelle für Anliegen von Familien konzipiert“, heißt es in der Broschüre.

Ein anderes Beispiel ist die Pflege von Familienangehörigen. „Damit Sie da sein können, wenn Sie gebraucht werden“, ist dieser Abschnitt überschrieben. Hier wird als diözesanes Plus auf fünf Tage Lohnfortzahlung hingewiesen. Sie ist bei kurzfristiger Arbeitsbefreiung über die gesetzliche Regelung hinaus möglich. Auch bei der Kinderbetreuung gibt es solche besonderen Akzente. So wird im Kapitel „Familienservice“ auf das Plus eines steuerfreien Kinderbetreuungszuschusses und die Möglichkeit hingewiesen, in akuten Notfällen auch das Kind mit an den Arbeitsplatz zu bringen.

Ein Aspekt ist dem Generalvikar bei der Broschüre wichtig: „Familienorientierung ist keine Einbahnstraße“, betont er. Er ermutigt deshalb dazu, mit Anregungen, Feedback und Ideen auf die Personalabteilungen oder auch die Mitarbeitervertretungen zuzugehen. „So kann sich ein familienbewusstes Personalwesen weiterentwickeln.“

Karl-Georg Michel

Die Broschüre ist in sieben Einzelbereiche gegliedert. Sie reichen von „Arbeitszeit, Arbeitsort, Arbeitsorganisation“ bis hin zu „Beratung, Kommunikation, Kontakte und Informationen.“ Im Herbst wird sie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Dienst der Diözese zusammen mit dem Fortbildungsprogramm zugestellt.