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Gebetsinitiative

Gott ist über WhatsApp erreichbar - Neue Initiative hilft Jugendlichen beim Beten

10.02.2017

Das Prinzip ist recht simpel: Täglich 15 Minuten beten – und das Ganze in einem Netzwerk mit 1500 anderen Jugendlichen. Alle beten füreinander und miteinander. Als Hilfestellung haben Pfarrer Daniel Rietzler, Leiter der Jugendstelle Weißenhorn, und Frater Dominikus Hartmann vom Orden der Passionisten eine morgendliche und eine abendliche Andacht entworfen. Das Morgenlob enthält einen täglich neuen Audio-Impuls und ein gemeinsames Gebet. Die Abendandacht ist durch einen persönlichen Tagesrückblick sehr individuell gehalten. 

Der Aufbau einer Du-Beziehung mit Gott ist für Jugendpfarrer Rietzler das Element, das Einfach Gemeinsam Beten ausmacht: „Das erste Ziel ist, dass junge Menschen Jesus Christus kennenlernen.“ Das kann manchmal sehr schwierig sein, weiß Teilnehmerin Lisa Schöner. Für sie ist es hilfreich und stärkend zu wissen, dass mit ihr noch viele andere mitbeten. Aber auch die Audio-Impulse geben ihr Kraft. „Der Impuls ist nicht in hochgestochenen Worten, sondern so, dass man ihn versteht.“ Die 22-Jährige hält viel vom Format der Impulse als WhatsApp-Audio. So könne sie sich den Tagesimpuls ganz einfach beim Autofahren anhören. 

Pfarrer Daniel Rietzler, Mitinitiator des Gebetsnetzwerks, und Lisa Schöner, die Teil davon ist. (Foto: Romana Kröling / pba)
Pfarrer Daniel Rietzler, Mitinitiator des Gebetsnetzwerks, und Lisa Schöner, die Teil davon ist. (Foto: Romana Kröling / pba)

Lisa hat auch bemerkt, wie das Gebet sie im Umgang mit Anderen verändert hat und sie geduldiger geworden ist. Auch Pfarrer Rietzler ist sich sicher: „Wenn ein junger Mensch treu betet, dann verwandelt ihn das und er geht anders mit seinen Mitmenschen um.“ Außerdem hat das Gebet einen praktischen Nebeneffekt: „Gebet entstresst!“, stellt Lisa fest. Der Morgen sei viel entspannter, wenn sie betet und so alles, was an diesem Tag ansteht, in die Hände Jesu legt. 

Um die Gemeinschaft innerhalb der 85 regionalen Gruppen zu stärken, kommen die Teilnehmer alle vier bis sechs Wochen zusammen. Lisas Gebetsgruppe hat sich bereits Mitte Januar zum Auftakt der Gebetsinitiative das erste Mal in Weißenhorn getroffen. „Wir haben im Lobpreis gebetet und gesungen, den Impuls angehört und danach gemeinsam Pizza gegessen.“ Ziel der Treffen sei es auch, so Pfarrer Rietzler, sich für den Alltag zu stärken. „Es ist wichtig, dass Jugendliche Räume finden, wo sie über ihren Glauben sprechen können.“ 

Magnus Eble