Aktion Pro Vita

Aktion

Mit der Aktion Pro Vita engagiert sich die Kirche von Augsburg für den Schutz des Lebens an seinem Beginn.

Mit der Aktion Pro Vita stellt sich die Kirche von Augsburg auf die Seite der Kinder - ob ungeboren oder geboren - sowie der schwangeren Frauen, der Mütter und Väter, besonders dort, wo sie sich in Konflikt- und Notsituationen befinden.

 

Anliegen

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" (Art. 1GG). Mit diesem Grundsatz sind in unserer Gesellschaft Lebensrecht und Würde eines jeden Menschen verbürgt. Dennoch ist Leben vielfach gefährdet. Durch die Botschaft Jesu von der Menschenfreundlichkeit Gottes wissen wir Christen uns verpflichtet, Leben in allen seinen Phasen wirksam zu schützen und zu fördern. Wir wissen uns gerufen, gemeinsam, "eine neue Kultur des Lebens" aufzubauen" (Enzyklika "Evangelim vitae", Nr. 95).

Mit der Aktion Pro Vita engagiert sich die Kirche von Augsburg für den Schutz des Lebens an seinem Beginn. Sie stellt sich solidarisch auf die Seite der Kinder - ob ungeboren oder geboren - sowie der schwangeren Frauen, der Mütter und Väter, besonders dort, wo sie sich in Konflikt- und Notsituationen befinden.

 

Ziele

1. Information und Angebot von Hilfe

Schwangere Frauen im Konflikt, ihre Partner und ihre Familien sollen wissen und erleben können:

Wir, die katholischen Christen im Bistum Augsburg, ermutigen sie, ihr Kind auszutragen und bieten ihnen vor und nach der Geburt Hilfen an.

Deshalb ist es erforderlich, dass die Arbeit der Beratungsstellen für Schangerschaftsfragen sowie weiterer stützender Dienste und Angebote der Kirche bekannt gemacht und das Unterstützungsnetz für Frauen und Familien ausgebaut wird.

2. Solidarität und Vernetzung

Möglichst viele katholische Christen in unserem Bistum sollen das Anliegen mittragen; sie sollen daher informiert sein, um informieren zu können, helfen, beten, Geld spenden.

Dies soll insbesondere durch bestehende Gruppen und konkrete Dienste in den Pfarrgemeinden geschehen. Gute Ideen und Initiativen sollen aufgespürt und weitergegeben werden; freiwilliges Engagement von Jugendlichen, Frauen und Männern soll gefördert und gebündelt werden.

3. Bewusstseinsbildung

Die Menschen im Gebiet unseres Bistums sollen unser Anliegen verstehen: Jeder Mensch ist Geschöpf Gottes und hat daher ein Recht auf Leben von Anfang an.

Dafür muss intensiv in Schule, Jugend- und Bildungsarbeit sensibilisiert werden. In diesem Zusammenhang muss auch über den verantwortlichen Umgang mit Sexualität, über ethische, über gesellschaft- und familienpolitische sowie seelsorgerliche Fragen gesprochen werden.

Überpfarrliche diözesane Einrichtungen, Verbände und Initiativen sollen hierfür in Absprache mit dem Koordinierungskreis Hilfen und Angebote bereitstellen.

 

Gebet

Gott, Du bist ein Freund des Lebens.

 Wir denken heute besonders an die Mütter und Väter, die es schwer haben.

Manche stehen durch eine unerwartete Schwangerschaft vor Problemen: Ihre Lebenspläne sind durchkreuzt, ihre Partnerschaft trägt nicht, gesundheitliche oder finanzielle Sorgen treiben sie um. Manche Eltern stecken in Schwierigkeiten, die das Leben mit den Kindern belasten: Sie bangen um ihren Arbeitsplatz, haben Geldnöte oder Schulden, ihr Kind ist behindert, die Erziehung der Kinder überfordert sie, sie sind allein erziehend und an der Grenze ihrer Kräfte angekommen. Sie warten auf Verständnis und Unterstützung, die sie nicht bloßstellt.

Herr, sei Du ihnen nahe. Und leite uns mit Deinem lebendigen Geist: Mache uns wachsam und feinfühlig, dass wir erkennen, wo Hilfe nötig ist, und tätig werden, wo wir können.

Gib Du uns zur rechten Zeit das rechte Wort und die helfende Hand - damit Leben bei uns gute Chancen hat.