Religiöse Zusammenkünfte im Freien

08.09.2020 11:23

Die Bayerische Staatsregierung hat die Bestimmungen für religiöse Zusammenkünfte im Freien neu angepasst. So sind Wallfahrten, Pilgerreisen, Bittgänge, Prozessionen und ähnliche Veranstaltungen unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen im Bistum Augsburg ab sofort wieder möglich. Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung wird weiterhin dringend empfohlen.  

Die genaue Weisung des Generalvikars im Wortlaut:

Mit Bekanntmachung vom 02.05.2020 „Anweisungen für die Feier der Sakramente/Sakramentalien und Veranstaltungen im Bistum Augsburg gültig ab 04.05 bzw. 11.05.2020“, Ziffer 9. „Bittgänge/Wallfahrten“ hatten wir empfohlen, Wallfahrten, Bittgänge u.ä. bis zu den Sommerferien abzusagen. Nach Mitteilung der Bayer. Staatsregierung vom 05.08.2020 können ab sofort religiöse Zusammenkünfte im Freien aller Art, damit auch Wallfahrten, Pilgerreisen, Bittgänge, Prozessionen etc., grundsätzlich wieder ermöglicht werden.

Voraussetzungen sind:

  • Erarbeitung eines Infektionsschutzkonzeptes für die jeweilige Veranstaltung,
  • max. 200 Teilnehmer/-innen,
  • Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln im Sinne des § 1 Abs. 1 der BayIfSMV (v.a. Reduzierung physischer Kontakte),
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen den Teilnehmern/-innen die nicht dem in § 2 Abs. 1 Nr. 1 der 6. BayIfSMV genannten Personenkreis angehören,
  • bei mehrtägigen Veranstaltungen mit Übernachtung und/oder Verpflegung der Teilnehmer/-innen durch den Veranstalter: Erarbeitung eines Infektionsschutzkonzeptes Beherbergung bzw. Gastronomie.

Das Tragen vom Mund-Nasen-Bedeckung, im Besonderen während des Singens, wird dringend empfohlen.

Die traditionellen Umzüge zum Fest des heiligen Martin zählen zu den von der Staatsregierung benannten „religiösen Zusammenkünften im Freien“ und sind daher unter Beachtung der o.g. Voraussetzungen möglich.

Bitte beachten Sie, dass „Laternenumzüge, Lichterfeste etc.“ ohne religiösen Bezug, die mittlerweile nicht selten die „Martinsumzüge“ ersetzen, nicht als religiöse Zusammenkünfte gelten. Für solche Veranstaltungen ist eine Ausnahmegenehmigung bei der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde zu beantragen.