Katholische Schwangerenberatung

Beratung für Schwangere: Mehr Hilfesuchende

02.08.2016 12:07

Die Zahl der Frauen und Paare, die sich an die Schwangeren-Beratungsstelle des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) in Neu-Ulm wenden, wächst weiter. In 379 Fällen leisteten die Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr Hilfe. Im Bereich Memmingen beriet Karin Gröner 53 werdende und junge Mütter sowie Paare in schwierigen Situationen.

Seit 15 Jahren gibt es die Einrichtung in ihrer heutigen Form. Die Fragen reichen von sozialrechtlichen Themen über Pränataldiagnostik, Schwierigkeiten in der Beziehung bis hin zur Trauerbegleitung nach Verlust eines Kindes. Riesiger Bedarf besteht bei bezahlbaren Wohnungen, besonders auch in Memmingen und im Unterallgäu. In der Stadt würden Sozialwohnungen fast nur über Genossenschaften vergeben, sagt Gröner. "Das heißt, dass bei Mietbeginn Anteile erworben werden müssen. Das ist für unsere Klientinnen eine nahezu unüberwindbare Hürde." Der Anteil der Alleinerziehenden, die oft intensive Begleitung bis zum dritten Lebensjahr des Kindes benötigen, liegt seit Jahren bei 23 Prozent. Verdoppelt hat sich die Zahl der beratenen Asylbewerberinnen. Für die oft traumatisierten Schwangeren fungieren die Beraterinnen auch als "Kulturmittlerinnen": Sie erklären etwa das Gesundheitswesen und stellen Kontakt zu Hebammen her. ( mz) Info: Der Memminger Außensprechtag ist donnerstags von 9.30 bis 12.30 und von 13.30 bis 17 Uhr im Maximilian- Kolbe-Haus. Termine unter (0731) 86 13 3.