Corona-Pandemie

Neue Auflagen für Gottesdienste und Kirchenmusik gültig ab dem 09.12.2020

09.12.2020 13:11

Das Bistum Augsburg hat die geltenden Schutzbestimmungen für Gottesdienste an die Auflagen der 10. BayIfSMV angepasst, die ab dem 09.12.2020 in Kraft ist. Unter anderem gilt in den Gottesdiensten jetzt ein Verbot des Gemeindegesangs.

In der 10. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2020/711/baymbl-2020-711.pdf) es in §6 / 4: Gemeindegesang ist untersagt. Auf Nachfrage seitens der evangelischen Kirche hinsichtlich Ausnahmen von diesem Verbot an Weihnachten wurden seitens der Staatskanzlei keine Zugeständnisse geäußert. Im Schreiben von H. H. Generalvikar Heinrich (s.u.) heißt es zum Gesangsverbot: „Gerade das Gesangsverbot ist durchaus eine schmerzhafte Einschränkung, die es aber gewissenhaft umzusetzen gilt.“ Das Gesangsverbot für den Gemeindegesang ist so generell formuliert, dass es wohl auch Kehrverse und die gesungenen Dialoge in der Liturgie umfasst.

 

Hinsichtlich der Kirchenmusik gilt sonst:

Chorgesang, Kirchenmusik im Inneren

Der Einsatz von Chören und Blasorchestern ist wie der Gemeindegesang auch in den Gottesdiensten an und um die Weihnachtsfeiertage im Inneren nicht zugelassen. Damit die Weihnachtsgottesdienste aber nicht als völlig stille Messen gefeiert werden müssen, sind Weihnachtslieder eines Solisten oder eines kleinen Chors (unter Wahrung des Mindestabstands) z. B. auf der Empore möglich. Auch der liturgische Gesang des Zelebranten im Hochgebet als Teil des Ritus ist zulässig. Als „kleiner Chor“ gelten auch solistische Gesangsensembles mit bis zu max. 4 Sängerinnen und Sängern. Auch der Einsatz von Bläserensembles mit 2 Bläsern ist möglich; in Ausnahmefällen, sofern auf großen Emporen oder in großen Chorräumen ein Mindestabstand von den Bläsern zueinander von mind. 2 m und zur Gemeinde bzw. zum liturgischen Dienst von wenigstens 3 m möglich ist, können Bläserensembles von bis zu max. 4 Bläsern eingesetzt werden. Der Einsatz von (zusätzlich zu den Bläsern) Kleinorchestern oder Solomusikern kann unter Einhalten eines Mindestabstands von 2 m auch weiterhin ermöglicht werden. Für alle Musiker (gemeint sind die Instrumentalmusiker), ausgenommen die Bläser, gilt Maskenpflicht während des gesamten Gottesdienstes.

Für die erforderlichen Proben vor dem jeweiligen Gottesdienst kann unter Einhaltung der genannten Mindestabstände und der Maskenpflicht der Kirchenraum außerhalb der Gottesdienstzeiten zur Verfügung gestellt werden.

Hier noch eine konkrete Handlungsempfehlung:

Evtl. ist es sinnvoll in der jetzt gegebenen Situation die Kirchenchorsänger/innen in folgender Weise einzubinden: abwechselnde Kleingruppen bis zu 4 Sänger/innen kommen und singen die entsprechenden Gesänge und Lieder im Gottesdienst im Advent, an den Weihnachtstagen und darüber hinaus, solange das Gesangsverbot halt gilt. Der Gesang kann auch ruhig nur einstimmig sein. Dadurch können diejenigen Kirchenchormitglieder, die dazu bereit sind, auch wieder ein wenig eingebunden werden.

Kirchenmusik bei Gottesdiensten im Freien

Auch im Freien gilt für alle Gottesdienstbesucher Maskenpflicht während des gesamten Gottesdienstes und das Gesangsverbot für den Gemeindegesang. Zulässig ist bei Gottesdiensten im Freien jedenfalls der Einsatz von Posaunenchören (und damit auch von Bläsergruppen) unter Einhaltung der Mindestabstände. Zu den Gottesdiensten im Freien zählen auch die an vielen Orten traditionellen Krippengänge bzw.-wanderungen mit Kindern und Familien an Hlg. Abend. Beim Einsatz von Bläsern als musikalische Begleitung gelten hier die gleichen Bedingungen wie für sonstige Gottesdienste im Freien.

 

Das komplette Schreiben unseres H. Generalvikars finden Sie hier:

https://bistum-augsburg.de/Media/Files/Aktualisierung-der-Bayer.-Infektionsschutzmassnahmenverordnung