24.11.2015 12:47

Am Samstag, 21. November 2015, Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem, waren die Kirchenmusiker/innen der Diözese Augsburg zu ihrem jährlichen Begegnungstag in die Basilika St. Ulrich und Afra und ins Haus St. Ulrich eingeladen. Zwei Jahre nach seiner Einführung stand an diesem Tag das neue Gotteslob noch einmal thematisch im Mittelpunkt.

Die AbsolventInnen und Dozenten des Memminger C-Kurses 2013-2015 mit Frau Prof. Dr. Gerda Riedl, Leiterin der Hauptabteilung VI im Bischöflichen Ordinariat Augsburg und P. Stefan Kling, Leiter des Amts für Kirchenmusik nach der Zeugnisverleihung beim „Tag der Kirchenmusiker“ am 21.11.2015

Zu Beginn der hl. Messe begrüßte der Leiter des Amtes für Kirchenmusik, Pater Stefan Kling, den Hauptzelebranten, Pfr. Ulrich Müller, Liturgiereferent des Bistums Augsburg, der auch Diözesanbeauftragter für das neue Gotteslob ist. In seiner Predigt, die auf den marianischen Gedenktag Bezug nahm, stellte Müller Maria als Tempel des Heiligen Geistes in den Mittelpunkt. Wie sie sind auch wir Christen geisterfüllte Menschen. Wie Maria ihren Lobpreis, das Magnificat, gesungen hat, sollen auch die Kirchenmusiker/innen und Chorsänger/innen ihr musikalisches Gotteslob in und aus der Kraft des Hl. Geistes singen, dessen Tempel und Gefäß sie selber sind.

Für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes sorgten das Vokalensemble der Basilika St. Lorenz in Kempten unter der Leitung von Chordirektor Benedikt Bonelli. Neben Chorkompositionen von Dubra, Poulenc und Södermann erklangen auch Sätze aus der Feder Bonellis zu Gesängen aus dem Gotteslob. An der großen Ulrichsorgel spielte der neue Kirchenmusiker von St. Stephan in Mindelheim Michael Lachenmayr, der u. a. als Postludium die große A-Dur Fantasie von César Franck interpretierte.

Zum Ende des Gottesdienstes überreichte Frau Prof. Dr. Gerda Riedl, Leiterin der Hauptabteilung VI (Glaube und Lehre - Hochschule - Gottesdienst und Liturgie) im Bischöflichen Ordinariat, den neun erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des C-Kurses 2013/2015 aus Memmingen ihre Zeugnisse über die bestandene Prüfung zum qualifizierten nebenberuflichen katholischen Kirchenmusiker. Riedl dankte ihnen dafür, die Mühe der umfangreichen Ausbildung auf sich genommen zu haben und wünschte ihnen für kirchenmusikalischen Dienst in den Pfarrgemeinden viel Freude und Gottes Segen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das im Haus St. Ulrich auch zum Erfahrungsaustausch genutzt wurde, referierte Prof Dr. Markus Eham, Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaft an der kath. Universität in Eichstätt, über die inhaltliche Konzeption des neuen Gotteslobs, die u. a. wesentlich auch auf theologischen Basisaussagen des II. Vatikanischen Konzils beruht. Zahlreich waren die Beiträge der Anwesenden als Eham bat, sich über die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen katholischen Gebet- und Gesangbuch auszutauschen. Überwiegend wird das Gotteslob sehr positiv angenommen, es wurden aber auch einige Anfragen gestellt, insbesondere hinsichtlich der ungünstigen Handhabbarkeit des Orgelbuchs zum Stammteil.

Der inhaltlich vielfältige Tag der Kirchenmusiker 2015 klang aus mit der Feier des gesungenen Abendlobs zum Hochfest Christkönig in der Marienkapelle der Basilika St. Ulrich und Afra.

Prof. Dr. Markus Eham bei seinem Referat zur Konzeption des neuen Gotteslob