Rahmen-Verhaltenskodex / Handlungsleitfaden im Verdachtsfall

Rahmen-Verhaltenskodex

Für den grenzachtenden Umgang mit Schutzbefohlenen benennt der Verhaltenskodex verbindliche Regeln. Sie schützen vor sexuellem Missbrauch - und sie schützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor falschem Verdacht. Der Verhaltenskodex trägt dazu bei, Unsicherheiten bei der Gestaltung von Nähe und Distanz zu überwinden und das respektvolle Miteinander zu fördern. Wenn es zu Übertretungen kommt, hilft er, grenzverletzendes Verhalten zu erkennen und sich Hilfe zu holen.

Besondere Situationen (Freizeitmaßnahmen, Fahrten und Wallfahrten etc.) erfordern möglicherweise zusätzliche Regelungen.

 

Handlungsleitfaden im Verdachtsfall

Wenn sich Ihnen ein Kind, ein Jugendlicher oder eine erwachsene schutzbefohle Person mitteilt,
oder Sie den Verdacht haben, jemand könnte von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sein, dann ist wichtig:

 

Glauben Sie dem Kind/Jugendlichen/Schutzbefohlenen.
Die Erfahrung zeigt, dass sich Mädchen und Jungen sexuelle Übergriffe in aller Regel nicht ausdenken.

 

Bewahren Sie Ruhe.
Ihre Bestürzung oder Panik würde die Betroffenen noch mehr belasten und eventuell dazu führen, dass sie sich zurückziehen, nicht mehr bereit sind sich mitzuteilen.

 

Suchen Sie Hilfe für sich und das Opfer.
Wenden Sie sich z. B. an eine der Psychologischen Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Augsburg oder an die Psychologischen Beratungsstellen der Katholischen Jugendfürsorge. Weitere, auch externe Beratungsstellen in der Nähe finden Sie über das Hilfeportal Sexueller Missbrauch.

 

Liegt ein Verdacht gegen eine/einen kirchlichen Mitarbeiter/-in vor,
sind die Missbrauchsbeauftragten der Diözese Augsburg zu informieren. 

 

Die nachfolgenden Handlungsleitfäden benennen verschiedene Situationen und die jeweiligen ersten Handlungsschritte: