Berufsbild des/der Pastoralreferenten/-in

"Gottes Ufer ist mitten im Strom." (Klaus Hemmerle)
sich für die Menschen interessieren,
wie sie leben und was sie glauben...

Eintauchen unter die Oberfläche -
ins Leben als Ort, an dem Gott ist...

Ausschau halten nach „Gottes Ufer“ –
philosophische und theologische Fragen mögen...

sich mitten in den Strom wagen...
und seine Fähigkeiten für Kirche und Gesellschaft einsetzen... 

Pastoralreferenten/-innen

sind Theologen/-innen, die für den pastoralen Dienst ausgebildet sind und vom Bischof dazu beauftragt werden:
"In der Nachfolge Christi sind Sie gerufen, am Aufbau einer lebendigen Kirche mit-zuwirken und die Lebensbereiche der Gesellschaft im Geist des Evangeliums mitzugestalten. Sie übernehmen Verantwortung in verschiedenen Teilbereichen der Seelsorge unseres Bistums. Ihnen wird auch die Sorge für die Ausbildung und Begleitung ehrenamtlicher Dienste in Verkündigung, Liturgie und Diakonie anvertraut."  (aus dem Ritus der Aussendungsfeier)

Diesen Beruf gibt es in der Diözese Augsburg seit 1973. Er ist ein Beruf im Volk Gottes und bedeutet, Menschen auf ihrem Weg zu Gott Gefährte/Gefährtin zu sein.
Aus der Gegenwart Gottes leben, so dass dies ausstrahlt, ist Aufgabe jedes Christen, jeder Christin. Dies mit einer wissenschaftlich theologischen Ausbildung zu tun, kann Über- und Tiefblick beisteuern: z.B. geschichtliche Entwicklungen reflektieren können und dies für die Zukunft nutzen; ergründen, wie menschliche Erfahrung die Rede von/mit Gott beeinflusst und umgekehrt; die biblische Botschaft so auslegen können, dass sie für Menschen heute zur Lebensbotschaft wird.

So ist der Beruf des/der Pastoralreferenten/-in ein

Dienst der Kirche

  • in Kultur und Gesellschaft, auch auf „kirchenfernem“ Gelände: z.B. in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen, Jugendhilfeeinrichtungen, Betrieben, Schulen...
  • an der Gemeinschaft: Förderung und Unterstützung Ehrenamtlicher, Dienst an der Berufung aller Christen in größeren Seelsorgeeinheiten, in Verbänden, auf Dekanatsebene, in der Region, in der Diözese, als Weltkirche, in der Ökumene, im interreligiösen Dialog
  • in der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und -situationen: in Kindheit und Jugend, Ehe und Familie, im Erwachsenenalter und am Lebensabend, in Trauer und Krankheit, in Hoffnung und Freude

Pastoralreferenten/-innen arbeiten z.B. in der Klinikseelsorge, in der kirchlichen Jugendarbeit, in der Gemeindeentwicklung, in der Citypastoral, in Referaten des Seelsorgeamts (Weltanschauung, Erwachsenenbildung, Ehe- und Familienseelsorge...), in großen Pfarreiengemeinschaften. Das Aufgabengebiet ist vielfältig und kann im Laufe des beruflichen Lebens wechseln.

 

Einblicke in die Arbeit von Pastoralreferent/-innen:

15.12.2016 16:02 Einblicke in die Arbeit von Pastoralreferentin Anna Schmelcher: Am Beispiel ihrer Tätigkeit als Theologin im Fachbereich „Altenseelsorge“ veranschaulicht sie ihr Arbeitsfeld auf ganz persönliche Weise. Sie zeigt die Herausforderung, sich den Grenzfragen des Lebens der älteren Generation immer wieder neu zu stellen.
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16.12.2016 15:30 Michael Rösch ist als Pastoralreferent in der Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren tätig. Zu seinen Aufgabengebieten gehören unter anderem der Austausch mit anderen Glaubensgemeinschaften, die Arbeit mit Flüchtlingen, die Jugendarbeit und die Ökumene. Seine Passion? Gemeinsam mit den Menschen auf dem Weg zu sein, gemeinsam nach Antworten zu suchen, auf Fragen, die das Leben stellt.
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