Gundermann

15.05.2019 16:16

Der Film zeigt ausgewählte Episoden aus dem Leben des Liedermachers und Baggerfahrers, unter anderem das Bekanntwerden von Gundermanns Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit. Davon ausgehend wird in Rückblenden gezeigt, wie er sich in der DDR politisch einbrachte und wie er mit seiner Frau Conny zusammenfand. Er gewinnt Inspirationen für seine Lieder und Songs, während er auf dem Bagger sitzt und Braunkohle abbaut. Sein Leben und seine Umwelt sind geprägt von Widersprüchen: Seine Arbeit reißt die Erde auf, gleichzeitig beschreibt und besingt er die Schönheiten der Natur. 
  

 Als überzeugter Kommunist stößt er mit seiner Direktheit und Eigenwilligkeit an Grenzen. Durch seine Tätigkeit für die Staatssicherheit hofft er, Verbesserungen im Arbeitsschutz und bei den Arbeitsbedingungen erreichen zu können, und merkt erst nach der Wende, wie sehr er damit anderen Menschen hätte schaden können. Er erfährt zugleich, dass er auch selbst von Freunden für die Staatssicherheit beobachtet wurde. Sein Vater brach den Kontakt zu ihm ab, weil er seinen Sohn für die eigenen Verfehlungen verantwortlich machte. Als Gundermann selbst Vater wird, fällt es seiner Frau schwer zu akzeptieren, dass er weiterhin so viel Zeit in seine Musik und seine Arbeit investiert.

Gerhard ‚Gundi‘ Gundermann (1955–1998) Auszeichnungen: 2018: Gilde-Filmpreis – Bester Film (national) 2018: Günter-Rohrbach-Filmpreis – Darstellerpreis für Alexander Scheer

10 Nominierungen für den Dt. Filmpreis 2019, Filmtipp Vision Kino, Bayerischer Filmpreis 2019: Bester Darsteller
   

Spielfilm

Medien-Nr.:  48 01385

Laufzeit: 127 Minuten

Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre

Erscheinungsjahr: 2018

Land: Deutschland

Schlagworte: Deutsche Demokratische Republik, Lebensbilder, Arbeit, Biografie, Musik, Stasi, Aufarbeitung, Sozialismus, deutsch-deutsche Geschichte