Verborgen in Schnuttenbach

02.02.2018 10:50

Der bewegende, aber auch heitere Dokumentarfilm steht stellvertretend für viele deutsche Dörfer und erzählt von der Möglichkeit der Freundschaft zwischen „Feinden“. Aus der Dorfchronik erfährt der Filmemacher, dass in seinem bayerischen Heimatdorf Schnuttenbach während des Zweiten Weltkrieges ein Lager für europäische Zwangsarbeiter errichtet wurde. Der Film begleitet fast 60 Jahre später die Menschen in Schnuttenbach mit ihren Erinnerungen an diese Zeit. Bei der Rückkehr ins Dorf erleben die ehemaligen niederländischen Zwangsarbeiter Leo und Jos sowie der französische Kriegsgefangene Henri das Wiedersehen mit den alten Bäuerinnen - berührend, aber zugleich mit viel Raum für Humor. Das in der Nähe der Donau gelegene Bauerndorf gewann in der Kriegsstrategie des Dritten Reiches immer mehr an Bedeutung. Der Zuschauer taucht mit den Zeitzeugen, sei es SS-Mann, Magd, Hitlerjugendlicher oder Oberfeldwebel, in die Geheimnisse der Vergangenheit ein.

 

Dokumentarfilm

Medien-Nr.: 48 01119

Laufzeit: 116 Min.

Produktionsjahr: 2010

Land: Deutschland

Sprachen: Deutsch, Französisch

Empfohlenes Alter: ab 14 Jahre

Schlagworte: Nationalsozialismus, Vergangenheitsbewältigung, Mitmenschlichkeit,   Zivilcourage, Zeitzeugen

Zusatzmaterial: Die umfangreiche Doppel-DVD enthält den Dokumentarfilm und zusätzliches Bonusmaterial von über sechs Stunden. Dieses Material wurde aus 300 Stunden gefilmten Aufnahmen ausgewählt, die für diese dokumentarische Langzeitbeobachtung entstanden. Auf den beiden DVDs sind u.a. ein Interview mit dem Regisseur, das „Making of“, im Film nicht verwendete Szenen, zusätzliche Interviewsequenzen der Hauptzeitzeugen des Films, exklusive Hintergrundinformationen und ein 16-seitiges Begleitheft mit allen anwählbaren Fragen.
Das schriftliche Unterrichtsbegleitmaterial ist bei der AV Medienstelle Augsburg erhältlich.