Schöpfungspreis 2019

Die Schöpfung bewahren - Heute für morgen handeln

Viele Menschen in Pfarreien und Verbänden, Einrichtungen und Institutionen im Bistum Augsburg handeln für die Zukunft der Schöpfung. Diese "Sorge um das gemeinsame Haus" will das Bistum unterstützen, anregen und fördern und hat deshalb im Jahr 2019 zum zweiten Mal einen Schöpfungspreis verliehen.

Die Preisträger wurden am 18. Juli 2019 im Haus St. Ulrich in Augsburg für ihr Engagement zum Wohl der Schöpfung ausgezeichnet. Aufgrund der Vielzahl und Qualität der Bewerbungen entschied sich die Jury, jeweils drei erste Plätze in den Kategorien Kita, Pfarreien sowie kirchliche Einrichtungen/Verbände zu vergeben.

Den ersten Preis in der Kategorie „Kitas“ erhielt die Kindertageseinrichtung St. Laurentius in Thalfingen, in der Kategorie „Pfarreien“ die Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist - Zwölf Apostel aus Augsburg-Hochzoll und in der Kategorie „Kirchliche Einrichtungen und Verbände“ die Benedictus-Realschule Tutzing.

Die Jury bestand aus Mitgliedern des diözesanen Arbeitskreises „Schöpfung bewahren“ unter der Leitung der diözesanen Umweltbeauftragten Andrea Kaufmann-Fichtner und Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier. Sie wählte die drei Preisträger aus 31 eingereichten Bewerbungen aus. Sie wurden von elf Kindertageseinrichtungen, zehn Pfarreien, sowie neun kirchlichen Einrichtungen/Verbänden und einer Familie eingereicht. Prälat Meier überreichte den drei Gewinnern den Siegerpreis in Höhe von 1.000 Euro. Für die weiteren Platzierungen in den einzelnen Kategorien gab es 800 und 600 Euro.

Insgesamt 31 Bewerbungen gingen für die Preisverleihung ein. (Foto: Daniel Jäckel/pba)

Prälat Meier: "Schöpfungspreis soll beflügeln"

Seinen Dank richtete Prälat Meier jedoch an alle Bewerber und lobte deren großes Engagement: „Der Schöpfungspreis soll beflügeln. Dass die Diözese Augsburg nicht nur auf eine gerade gängige Öko-Welle setzt, zeigt sie dadurch, dass nun schon zum zweiten Mal der Schöpfungspreis ausgelobt wurde.“ Er sei tief beeindruckt sowohl von der Zahl als auch von der Vielfalt der eingereichten Projekte. „Mit dem Schöpfungspreis will die Diözese nicht den moralischen Zeigefinger erheben, sondern ein Ausrufezeichen setzen“, so Prälat Meier. Wir alle seien mitverantwortlich, dass unser gemeinsames Haus, die „Schwester Erde“, wie Franz von Assisi sagt, bewohnbar bleibt. „Gerade heute stehen wir vor der Alternative, entweder einen Garten zu pflegen oder mitschuldig zu werden, wenn aus der Erde eine Müllhalde wird.“

Der Diözesanadministrator stellte in seiner Laudatio zu den Preisträgern besonders das Plastikfasten, die nachhaltige Pflanzung von Bäumen und energiesparende Maßnahmen heraus. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es bei der Bewahrung der Schöpfung um eine konzertierte Aktion vieler Protagonisten gehe: „Wagen wir den Schulterschluss auch über den kirchlichen Tellerrand hinaus!“

Prämiert wurden Projekte, die einen sorgsameren Umgang mit den Ressourcen dieser Welt fördern, die zur Erhaltung und Bereicherung von Lebensräumen beitragen, die zum Nach- und Mitmachen im Bereich Ökologie anregen und die den Aspekt „Gerechtigkeit und ökologisches Handeln weltweit“ in den Fokus stellen.

Eine Beschreibung der einzelnen Preisträger sowie die Laudationes gibt es in einer Pressemitteilung.

 

Katholisch1.tv: Beitrag über die Preisverleihung

Katholisch1.tv: Interview mit Prälat Meier