09.06.2015 16:34

Dr. Kurt Gribl informiert sich nicht nur über die Einrichtung, er bringt auch 200 Euro als Geschenk für die Bücherei mit

Das Klinikum Augsburg gehört zu den größten Krankenhäusern in Deutschland. Die dortige Patientenbücherei wird fachlich vom Sankt Michaelsbund, der Büchereifachstelle des Bistums Augsburg, betreut.

Die Bücherei verfügt über 14.000 Bücher und andere Medien und wird jährlich von mehr als 26.000 Patienten in Anspruch genommen.

Augsburg (ilm) – Ein bisschen aufgeregt waren die beiden Damen der Patientenbücherei im Klinikum Augsburg, Ulrike Eger und Anne Kotulla, schon, als der Oberbürgermeister, Dr. Kurt Gribl, seinen Besuch angekündigt hatte. Doch jegliche Nervosität legte sich bei Ulrike Eger sofort, als ihr das Oberhaupt der Stadt Fragen zur Patientenbücherei stellte. „Die Patientenbücherei des Klinikum Augsburg ist keine öffentliche Bücherei“, erklärte Eger. Sie müsse deshalb auch anders geführt werden als eine öffentliche Bibliothek. Aufmerksam hörte Gribl zu, als Eger von der Unterstützung der 21 ehrenamtlichen Helfer berichtete, von denen ein Teil die Patientenbücherei im Klinikum Augsburg Süd selbstständig betreibt. Auch während seines Besuches, den Gribl zum Anlass einer 200-Euro-Spende aus dem Stadtsäckel nahm, herrschte in der Einrichtung in der Eingangshalle ein reges Kommen und Gehen. Gribl kommentierte es mit den Worten: „Das ist die 1. Bücherei, die ich besuche, die so kommunikativ ist.“ Normalerweise erlebe er Bibliotheken immer als Orte des Flüsterns oder Schweigens. Nach angeregtem Austausch mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Patientenbücherei stellte sich Gribl noch für ein Erinnerungsfoto zur Verfügung, bevor er, „angeregt durch den Besuch in der Patientenbücherei, total energiegeladen ans Regieren“ zurück gehe, wie er augenzwinkernd sagte.