Theo Schmidkonz: Geschichten und Geschichte

27.06.2018 17:33

Theo Schmidkonz: Geschichten und Geschichte. – Ostfildern : Schwabenverlag, 2018. – 208 S. : Abbildungen; 14,00 €

Mit seinen zahlreichen Meditations- und Gebetsbüchern war Theo Schmidkonz ein gefragter Autor und über 45 Jahre hinweg geschätzter Seelsorger für die Priester in der Diözese Augsburg. In dem letzten von ihm verfassten Buch „Geschichten und Geschichte“, das er kurz vor seinem Tode am 2. Januar 2018 vollenden konnte, blickte er auf ein reiches Leben zurück, in dem sich die Zeit- und Kirchengeschichte der letzten Jahrzehnte wiederspiegelte.

Theo Schmidkonz , geboren 1926, wuchs in Augsburg als Sohn einer gläubigen Familie auf. Nach dem Erleben von Krieg und Gefangenschaft entschloss er sich zum Theologiestudium und trat in den Jesuitenorden ein. Als Studentenpfarrer in München erlebte er die Aufbruchsstimmung in der Zeit des II. Vatikanischen Konzils mit. In diesen Jahren lernte er auch den späteren Malerpfarrer Sieger Köder kennen und schätzen. Aus dieser Freundschaft heraus entstanden zahlreiche Meditationstexte zu Bildern von Sieger Köder, zuletzt „Osterweg – ein Weg der Hoffnung und des Lebens“, 2014 erschienen, daneben Texte zu „Maria, Gestalt des Glaubens“ oder zu Pater Rupert Mayer. Seit 1972 war er in der Priesterseelsorge der Diözese Augsburg tätig und bis zuletzt Ansprechpartner und Seelsorger für seine Mitbrüder.

Überaus lebendig und humorvoll erzählt Theo Schmidkonz aus seinem Leben und seiner Glaubensentwicklung. Seine Eltern und Geschwister, Wegbegleiter und prägende Gestalten werden prägnant und liebevoll geschildert. So entsteht ein packendes Bild der Zeitgeschichte, in dem sich die Geschichten aus dem Alltag eines Priesters mit der Geschichte seiner Zeit oftmals sehr anrührend verbinden. Wenige Tage vor seinem Tode beendete Pater Theo Schmidkonz sein beeindruckendes Buch mit den Worten: „Und jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Ade, A-Dieu, A-Dios: Auf zu Gott! In ihm bleiben wir verbunden bis zu unserem Wiedersehen. Gott segne euch!“

Peter Hart