Interview

"Die ganze Welt ist uns von Gott geschenkt, sie zu bewahren Auftrag und Ziel"

04.10.2021 09:56

Am 17. Oktober führt die Heuwinkelband der Pfarrei St. Vitus in Iffeldorf das Oratorium „Omnis Terra – Die ganze Welt“ auf. Die zentralen Themen des Chorwerks sind die Entstehung der Schöpfung, ihre Gefährdung und Bewahrung. Das Oratorium stammt aus der Feder von Franz Kiefer, dem Chorleiter der Heuwinkelband, sowie der ehemaligen Gemeindereferentin von Iffeldorf, Anke Woitas. Im Interview verrät Franz Kiefer wie es zur Eigenkomposition kam und warum gerade das Thema „Schöpfung“ eine tragende Rolle spielt. 

Foto: Heuwinklband

Am 17. Oktober führen Sie mit der Heuwinkelband das Musical „Omnis terra“ in der Kirche „Zu unserer lieben Frau von Wladimir“ in Penzberg auf. Um was geht es bei dem Musical?

Mit den Stichworten „Schöpfung: Entstehung, Gefährdung und Bewahrung“ sind die zentralen Themen von „Omnis Terra“ treffend genannt. In drei Teilen mit insgesamt 17 Liedern wird die Schöpfungsgeschichte, der Umgang der Menschen mit der Schöpfung sowie die eindringliche Aufforderung zu ihrer Bewahrung dargestellt. Es ist also ein ganz klares Statement zur aktuellen Klimadiskussion und der Verantwortung jedes Einzelnen zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde. „Omnis Terra“ geht der Frage nach, ob die biblische Schöpfungsgeschichte und die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse wirklich so weit auseinanderliegen wie gemeinhin angenommen. In den einzelnen Stücken wird zunächst die Entstehungsgeschichte in sieben Tagen aufgezeigt, im zweiten Teil weisen wir dann auf die von Menschen gemachten Missstände und den bedrohlichen Zustand unseres Planeten hin. Am Ende steht die klare Aussage: Die ganze Welt ist uns von Gott geschenkt, sie zu bewahren ist Auftrag und Ziel.

Sie greifen damit ganz konkret das Thema „Schöpfungbewahren“ auf. Warum ist Ihnen dieses Thema wichtig?  

Wir möchten mit Omnis Terra die Bewahrung der Schöpfung als eine der dringlichsten Aufgaben unsere Zeit darstellen, bei der jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann und muss. Wir tragen alle ein Stück Verantwortung dafür und wir wollen, dass die nachfolgenden Generationen mit ihren Familien auch eine Zukunft und Perspektive auf diesem Planeten haben, auf dem sie ihr Leben aufbauen können.

Wie genau wird das Thema beim Musical umgesetzt und auf welche (musikalischen) Elemente dürfen sich die Zuhörer freuen?

Omnis Terra ist ein szenisches Oratorium, das Publikum befindet sich in einem Sternen-Observatorium wieder. Als roter Faden führen zwei Sprecher die Zuschauer/-innen durch das Programm mit Dialogen zwischen den Liedern. Zu Beginn diskutieren ein Geistlicher und ein Wissenschaftler über die Entstehungsgeschichte aus ihren jeweiligen Blickwinkeln, im zweiten Teil tritt eine „Klima-Aktivistin“ auf. Sie will die Zuschauer aufrütteln, den tatsächlichen Zustand unseren Planeten vor Augen führen und schließlich zum Nachdenken und zum aktiven Engagement für die Bewahrung der Schöpfung motivieren. Musikalisch bewegen sich Band, Chor und Solisten von fetzigen Rocknummern über jazzige Balladen bis hin zu instrumentalen Stücken. Dazu gibt es einprägsame Video- und Bild- Projektionen.

Ist mit Ihren musikalischen Auftritten und Werken immer eine christliche Aussage verknüpft?

Ja, ganz klar. Wir sind aus der Kirchengemeinde entstanden und gestalten in erster Linie Gottesdienste. Auch bei „Omnis Terra“ steht dieser christliche Ansatz im Mittelpunkt.
Die von Gott gegebene Schöpfung ist unsere Lebensgrundlage. Sie zu erhalten ist unsere wichtigste Aufgabe, um unseren Kindern und deren Familien ein gutes Fundament zu hinterlassen.

Handelt es sich bei den Stücken um Eigenkompositionen? Oder wie würden Sie das Repertoire der Heuwinkelband beschreiben?

Ja, „Omnis Terra“ besteht ausschließlich aus Eigenkompositionen und eigenen Texten. In Gottesdiensten greifen wir neben unseren eigenen Liedern freilich auch auf die gängige Literatur des Neuen Geistlichen Liedguts (NGL) zurück.

Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Wo sind Karten für die Aufführung des Musicals am 17. Oktober in Penzberg erhältlich?

Das Konzert findet um 19 Uhr in Penzberg-Steigenberg in der Kirche „Zu unserer lieben Frau von Wladimir“ statt. Der Eintritt ist frei, aufgrund des coronabedingten organisatorischen Mehraufwandes bitten wir jedoch um verbindliche Reservierung.
Diese ist möglich unter www.musikfreunde-penzberg.de oder per Mail an kartenreservierung@musikfreunde-penzberg.de. Restkarten sind ggf. auch an der Abendkasse erhältlich.

Interview: Maria Steber / pba