Barmherzigkeitssonntag

Rückblick auf den Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit im Jahr 2021

Die diesjährige zentrale Feier des Barmherzigkeitssonntags fand am 11. April

ab 13:30 Uhr in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg statt. Die Feier dieses Sonntags geht auf die heilige Sr. Faustyna Kowalska, eine polnische Ordensfrau zurück, die als "Botin der göttlichen Barmherzigkeit" gilt.

Nach dem glorreichen Rosenkranz lud P. Georg Gantioler FSO, Priester der Gemeinschaft "Das Werk", Leiter des Theresienwerkes und Seelsorger an der Klosterkirche "Heilig Kreuz" in Donauwörth, in seiner Katechese dazu ein, in die "Schule der göttlichen Barmherzigkeit" zu gehen. Wichtig sei dabei, dass wir uns selbst als der Barmherzigkeit Gottes bedürftig erkennen und gleichzeitig unser Vertrauen auf Gott und seine barmherzige Liebe setzen.

Um 15.00 Uhr wurde dann feierlich die "Stunde der Barmherzigkeit" vor dem ausgesetzten Allerheiligsten begangen mit Liedern, Texten aus dem Tagebuch von Sr. Faustyna und dem Barmherzigkeitsrosenkranz. Den ganzen Nachmittag über bestand auch die Gelegenheit zur Beichte, wofür bis zu fünf Priestern gleichzeitig zur Verfügung standen. Dieses Angebot nahmen viele Gläubige gerne an. Musikalisch wurde der Nachmittag von einer Lobpreisband gestaltet.

Den feierlichen Abschluss des Nachmittags bildete ein Pontifikalamt mit unserem Hwst. H. Bischof Dr. Bertram Meier. In seiner Predigt nahm Bischof Bertram auf Papst Johannes Paul II. Bezug und entfaltete, wie sehr die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit dessen Leben und Pontifikat geprägt hat.

Barmherzigkeit

Was ist Barmherzigkeit?

Letztlich jemandem sein Herz schenken.

Am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (Sonntag nach Ostern) steht also im Zentrum, dass Gott uns sein Herz schenkt. Die Feier des Sonntags der göttlichen Barmherzigkeit wurde im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. in Verbindung mit der Heiligsprechung von Sr. Faustyna Kowalska eingeführt. Sr. Faustyna Kowalska (1905 – 1938), Ordensfrau in der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit, hatte von Gott den Auftrag erhalten, den Glauben an die Barmherzigkeit Gottes neu in der Kirche des 20. Jh. zum Leuchten zu bringen.Papst Johannes Paul II. entsprach diesem Auftrag durch die weltweite Einführung des Barmherzigkeitssonntags mit der Empfehlung, der Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes in unserem Jahrhundert besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Barmherzigkeit Gottes dürfen wir auf vielfältige Weise in unserem Leben erfahren, ganz besonders im Sakrament der Eucharistie und im Sakrament der Versöhnung. Deshalb spielen diese beiden Sakramente am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit auch eine große Rolle. Wir sind auch aufgerufen, diese Barmherzigkeit an andere weiterzuschenken - in Wort, Tat und Gebet.

Wichtige Texte und liturgische Hilfen zur Feier des Sonntags der göttlichen Barmherzigkeit finden Sie unter „Materialien“.

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