Der Gedenktag der Stammmutter RUTH ist am 1. September

Nach dem babylonischen Exil
eine Zeit der Verunsicherung
Suche nach tragfähigen Grundlagen.
Die Einen setzen auf
Abschottung und Ausgrenzung
Esra und Nehemia rufen „Fremde raus“.

 

  
Das Buch Ruth macht den Gegenentwurf.
Es erzählt die Geschichte einer Fremden,
die auf Gottes solidarische Liebe setzt,
die ihre Schwiegermutter nicht im Stich lässt
und ihr einen Enkel schenkt.
Sie wird so zur Stammmutter Davids.

  

Im Stammbaum Jesu ist sie wieder genannt, zusammen mit drei weiteren Ausländerinnen.

Alle haben den Mut das rechtlich nicht Vorgesehene, das Ungewöhnliche zu wagen und werden von Gott gesegnet.

Alle vier sind Zeuginnen für das unerwartete Wirken Gottes,  das Grenzen  überwinden kann und allen Völkern gilt.

Die solidarische Liebe Gottes als neue Grundlage – Tragfähig auch heute?

 

 

Bild: Julius Schorr von Carolsfeld; Ruth im Feld des Boaz
Text: Dr. Ursula Schell, geistliche Begleiterin des KDFB Diözesanverband