Martin und die Gans gehören zusammen wie das „Amen“ in der Kirche

„Warumen aber wird seiner Bischöflichen Bildnis zugleich eine Gans zugemahlet?“
fragte bereits im 18. Jahrhundert ein Münchner Prediger.

Martinsried b. München

Martin und die Gans gehören zusammen wie das „Amen“ in der Kirche,
das Wissen um das Warum aber ist verschüttet.

Zum einen: nach Martini begann eine 40-tägige Fastenzeit auf Weihnachten hin.

Mit Dank gegen den Schöpfer und dem wohlschmeckenden Festtagsbraten wurde die Zeit der Ernte abgeschlossen.
Und in den Legenden spielt die Gans eine Rolle: mit ihrem Geschnatter verriet sie den gewählten Bischof Martin,
der sich versteckt hatte, um dem Amt zu entgehen.

Martin, ein Heiliger ohne Martyrium, Martin, ein Heiliger mit Demut.

Bild und Text: Maria Ottl, Theresienwerk e.V., Augsburg