25.11. internationaler Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“

An gotischen Kathedralen sind oft unten an den Säulen oder oben als Wasserspeier dämonische Gestalten dargestellt. Die Idee dahinter war, dass das Sichtbarmachen des „Dämonischen und Bösen“ schon der erste Schritt zur seiner Überwindung ist. Indem den „bösen Mächten“ der Spiegel vorgehalten wurde, konnte das Innere, Heilige geschützt werden.
   
         

Eine ähnliche Bedeutung haben auch Aktionstage wie der 25.11. Indem wir die weltweite Gewalt an Frauen nicht leugnen, sondern uns diesen Verbrechen stellen, machen wir erste Schritte zu einem gewaltfreien Leben. In dem wir die Täter beim Namen nennen, geben wir den Opfern ihre Würde und ihr An-sehen zurück und schützen das HEILIGE: ein Leben frei von Gewalt. Denn Christus will, dass wir das Leben in Fülle haben. Geben wir uns nicht mit weniger zufrieden.

  
Text: Dr. Ursula Schell, Diözesanreferentin der Frauenseelsorge und geistliche Begleiterin des KDFB Diözesanverbandes Augsburg
Bild: Paisley Abbey gargoyle 10. Replacement from 1991; Colin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0