Und in allem Gott: Feuerlob

Lobe Gott, meine Seele!
Du bist mit dem Glanz deiner Schöpfungskraft bekleidet.
Du hüllst Dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
Dein Wort schuf das Licht und die Finsternis.
Die Erde entstand und Du lässt in ihrem Inneren
den feurigen Anfang brodeln.
Feuer schenktest du den Menschen des Anfangs,
Wärme und Licht.
Feuer wurde den Menschen zum Krieg
und zur Katastrophe, wo sie deine Wege verließen.
Du wohnst im Feuer des Dornbuschs:
Wo du stehst ist heiliger Boden!

Die Feuersäule wurde deinem Volk
zum Zeichen der Befreiung und
zum Zeichen deiner göttlichen Gegenwart.
Menschen schenkst du die Gabe der Leidenschaft:
In ihren Herzen brennt das Feuer der Liebe.
Wie eine Flamme verzehren sie sich
In der Hingabe an das Gute.
Die Herdfeuer wurden zum Ort
der Gemeinschaft und Gastfreundschaft.
Das Altarfeuer wurde zum Zeichen
deiner Sehnsucht nach dem Menschen
und der Sehnsucht des Menschen nach dir.
Deinen feurigen Geist sendest Du,
damit alles neu werde,
heute und ewig.

Text und Bild: Claudia Nietsch-Ochs
Exerzitienhaus St. Paulus, Leitershofen