Psalm 42

An heißen Sommertagen sehnen wir uns nach Abkühlung,
nach einem erfrischenden Bad, nach einem Glas Limonade,
einem frisch gezapften Bier
oder einfach nur nach einem kühlen Schluck Wasser.
Ich denke, dass die wenigsten von uns tatsächlich schon am Verdursten waren
und schon existentiell erfahren haben, was Durst bedeutet.
Der Autor des Psalms 42 scheint eine derartige Erfahrung gemacht zu haben
und er wählt für seinen „Durst“ dramatische Worte:
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.

Habe ich ein Gespür für den Durst,
den Hunger,
den Notstand meiner Seele?
Mit welcher Nahrung versorge ich sie?

Text: Gerhard Stoiber, Männerseelsorge