Flüchtlingshilfe

Kontakt Diakon Ralf Eger
Auf dem Kreuz 41
86152 Augsburg Telefon: 0821/3156-425
E-Mail: fluechtlingsbeauftragter@bistum-augsburg.de Über mich Ständiger Diakon seit 2005 – Diözesaner Flüchtlingsbeauftragter, Diözesanreferent Ständige Diakone, Vorsitzender des Diözesanwerks für behinderte und hilfsbedürftige Menschen.   Kirche und Flucht? Was geht das uns an? Die letzten drei Jahre waren von der „Flüchtlingskrise“ geprägt. Viele Menschen suchten und suchen in Europa und somit auch in Deutschland Schutz, Hilfe und ein sicheres sowie besseres und menschenwürdigeres Leben. Weltweit sind über 68,5 Mio. Menschen auf der Flucht. Allein im Jahr 2017 wurde alle zwei Sekunden ein Mensch aus seiner Heimat vertrieben. Die große Mehrheit davon sind Binnenflüchtlinge, also Menschen, die in ihren Heimatländern bleiben und dort in sichere Regionen fliehen. Viele andere suchen Hilfe in den jeweiligen Nachbarländern. Diese zählen jedoch meistens auch zu den Regionen mit niedrigen Einkommen und schlechter Wirtschaftslage. Zu sagen, dass vor allem die reichen Länder des Nordens besonders von der Migration betroffen seien, ist deshalb nicht richtig. Fast 70 Prozent der Vertriebenen stammen aus nur fünf Ländern: Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Myanmar und Somalia. Wenn für diese Staaten politische Lösungen gefunden werden könnten, dann würden auch die Migrationszahlen zurückgehen.   Diese Tatsache macht deutlich, dass die momentan weltweiten Fluchtbewegungen eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft sind – und somit auch für uns als Christen in der Gesellschaft. Als Kirche sind wir dem Auftrag Jesu verpflichtet, wie er im Matthäusevangelium in der Perikope Mt 25,31-46 zu lesen ist und für mich im Vers 45 gipfelt: „Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ Hier nicht zu handeln, würde bedeuten, unsere christliche Identität selbst in Frage zu stellen. Das Handeln, das praktische Tun allein wäre jedoch zu wenig. Als Christen müssen wir unsere Stimme erheben, wenn menschenfeindliche Parolen wieder salonfähig werden, wenn Menschen anderer Herkunft diffamiert und abqualifiziert werden. Als Christen müssen wir die Würde jedes Menschen in Tat und Wort achten und einfordern. Die Hilfe für Geflüchtete ist die eine, unser Beitrag zur gelingenden Integration die andere Seite. Als Kirche sind wir nach wie vor in der Fläche unseres Landes präsent und haben eine prägende und gestaltende Kraft. Unsere Pfarrgemeinden können zu einem Ort der Integration werden, wenn wir uns für Menschen aus anderen Kulturen öffnen. Gerade als katholische Gemeinden dürfte uns der Blick auf die ganze Welt nicht fremd sein! Deshalb ist es wichtig, auf Menschen zuzugehen, die neu in unseren Pfarreien sind, sie willkommen zu heißen, sie anzusprechen und einzuladen: ob mit oder ohne Fluchthintergrund! Warum gibt es einen Flüchtlingsbeauftragten? Mit einem Flüchtlingsbeauftragten können Fragen der Flüchtlingshilfe an einer Stelle zusammenlaufen und koordiniert werden, damit schnelle und aussagekräftige Antworten möglich sind. So kann das große Engagement der Ehrenamtlichen in den Helferkreisen, den Pfarrgemeinden, aber auch die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter und der innerkirchlichen Dienststellen unterstützt und begleitet werden. In welchen Fragen können Sie sich an den Beauftragten wenden? Grundsätzlich in allen Fragen zum Thema "Flucht und Asyl". Ich werde versuchen, Rede und Antwort zu stehen oder in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen eine Antwort zu erarbeiten. Hier nur ein paar Stichworte: Helferkreise, Ehrenamt, Asylberatung, Nothilfe, Spenden, religiöse Fragen, Kirchenasyl, Wohnraum in kirchlichen Gebäuden, etc. Diesem Zweck dienen auch unsere Seiten zur Flüchtlingshilfe. Ich hoffe, dass sie für Ihre Arbeit und Ihr Engagement eine Unterstützung bieten. Für Anregungen und Hinweise bin ich jederzeit dankbar.
Bischöfliches Ordinariat Fragen zum Thema Islam und interreligiöser Dialog Gemeindepastoral Gemeindekatechese Seelsorge für Katholiken anderer Muttersprachen Seelsorge für Migranten - Heimatvertriebene, (Spät-)Aussiedler und Flüchtlinge Schule und Religionsunterricht - Schulische Inklusion   Caritas Augsburg Migrations-/Flüchtlingsberatung Seelsorger für Flüchtlinge und Ehrenamtliche Zentrale Rückkehrberatungsstelle Second-Hand-Laden / Sozialkaufhaus Tafel / Lebensmittelhilfen   Diözesane Verbände Katholische Jugendfürsorge Katholische Landvolkbewegung Kolpingwerk Augsburg Sozialdienst katholischer Frauen   Externe Einrichtungen Bayerischer Flüchtlingsrat Bayerische Härtefallkommission Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bündnis für Augsburg Pro Asyl Traumahilfe Augsburg Zum Thema Kirchenasyl: Katholisches Büro Bayern  
Diözesaner Flüchtlingsbeauftragter Zum 1. Oktober 2015 wurde die Stelle eines diözesanen Flüchtlingsbeauftragten geschaffen, durch den die Anstrengungen in der Flüchtlingsarbeit gebündelt und dadurch intensiviert werden sollen.    Finanzmittel / Sachmittel Im Jahr 2017 wurden vom Bistum Augsburg 875.730 Euro für die Flüchtlingsarbeit bereitgestellt. Diese Summe beinhaltete unter anderem 127.840 Euro für die Instandsetzung pfarrlicher Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen, Zuschüsse für verbandliche und gemeindliche Aktivitäten, Maßnahmen zur schulischen Förderung von Flüchtlingen sowie Personalkosten für Beschäftigte in der kirchlichen Flüchtlingshilfe. Über 150.000 Euro wurden darüber hinaus an Projekte zur Flüchtlingshilfe im Libanon, im Südsudan und in der Ukraine verwendet. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2014 vom Bistum Augsburg 5.292.730 Euro für die Flüchtlingsarbeit bereitgestellt.   Unterbringung von Flüchtlingen Seit Dezember 2014 war die Zahl an schutzsuchenden Flüchtlingen im Bistum Augsburg stufenweise angestiegen. Der Höchststand wurde im August 2016 erreicht: 1.145 Flüchtlinge wurden damals in kirchlichen Einrichtungen des Bistums untergebracht, davon 631 unbegleitete Minderjährige. Rund 70 kirchliche Einrichtungen – Gebäude der Diözese, Pfarreien (Pfarrhöfe, Pfarrzentren, Wohnungen in Pfarreieigentum), Orden, Träger der Jugendhilfe (Kolping, Katholische Jugendfürsorge, kirchliche Kinderheime) – stellten dafür Wohnraum zur Verfügung. Pfarreien, Verbände, kirchliche Einrichtungen und Initiativen haben die Flüchtlinge in ihrem Alltag begleitet und unterstützt. Die Zahl der Flüchtlinge ist seit Erreichen des Höchststandes deutlich zurückgegangen.   Ehrenamt Ehrenamtliche betreuen Kinder (Foto: Alois Sattlecker). Das bürgerschaftliche Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe war und ist nach wie vor groß: In vielen Orten, in denen Flüchtlingsunterkünfte eingerichtet worden waren, bildeten sich schnell Helferkreise. Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften des Bistums Augsburg gründeten und initiierten Helfergruppen oder brachten sich in die bestehenden Kreise ein. Hilfesuchende können und konnten auf diese Weise in ihrem Alltag begleitet werden, Sprachkurse organisiert und Kulturprogramme angeboten werden. Begleitende Strukturen zur Stärkung des Ehrenamts wurden in der Hauptabteilung II – Seelsorge, bei der Caritas sowie in den katholischen Verbänden und Initiativen (Kolping, BDKJ, SKM, SKF, KAB, Moritzpunkt der Cityseelsorge, Traumahilfe) ausgebaut. Rund 2.000 Menschen sind derzeit in der kirchlichen Flüchtlingshilfe im Bistum Augsburg ehrenamtlich tätig.   Sprachkurse und Berufsintegration Die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Stern (BFS) in Augsburg richtete zum Schuljahr 2016/2017 eine Berufsintegrationsklasse für Flüchtlinge ein. Diese wird auch im Schuljahr 2018/2019 weitergeführt. Die Kolping Akademie Augsburg bietet Integrationskurse an: 2017 nahmen daran rund 1.400 Migranten teil (Stand: Dezember 2017). Im Rahmen der Berufsintegrationsjahre an Berufsschulen werden zudem rund 900 junge Flüchtlinge qualifiziert. Die Malteser Flüchtlingshilfe in der Diözese Augsburg leistet Integrationsarbeit durch ehrenamtliche Hilfestellungen (Sprache, Arbeit, Freizeit und Alltag) und stellt ehrenamtliche  Integrationslotsen bereit (Fragen rund um Behörden, Sprache, Job- und Wohnungssuche).   Hilfe und Beratung Beim Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V. sind derzeit 60 Mitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeitbeschäftigung in der Migrations-, Asyl- und Rückkehrberatung tätig (Stand: Dezember 2017). Auch in Projekten zur Ehrenamtskoordination, zur Arbeitsmarktvermittlung sowie in der Hilfe für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge sind Mitarbeiter/-innen der Caritas im Einsatz. Diese sind in 23 Gemeinschaftsunterkünften und in einer Vielzahl von dezentralen Unterkünften aktiv. Im Jahr 2017 wurden rund 3.600 Menschen im Rahmen von Flüchtlings-/ Asylsozialberatung unterstützt.    Asylsozial- und Migrationsberater/-innen der Caritas in Mindelheim tauschen sich gemeinsam mit Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg aus (Foto: Caritas/Gattner).     Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Angekommen: Ahmed im Musikraum der Wohngruppe in Bühl (Foto: Winfried Karg / KJF). Eine große Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge wurde von der Katholischen Jugendfürsorge, kirchlichen Kinderheimen sowie vom Kolping-Bildungswerk betreut. Die KJF kümmert sich aktuell um insgesamt 104 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Stand: Dezember 2017). Diese sind bistumsweit an verschiedenen Orten in neun Einrichtungen untergebracht. 23 Flüchtlinge, die von der KJF betreut wurden, haben mittlerweile eine Ausbildung begonnen. Zudem befinden sich 94 jugendliche Flüchtlinge in ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen, 291 in Berufsschulen der KJF und 25 nehmen an einem internen Deutschkurs teil. Von der Kolping Akademie werden derzeit 110 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut und untergebracht (Stand: Dezember 2017).   Hilfe für Flüchtlingsfrauen in Not Flüchtlingsfrauen in Schwangerschaft oder besonderen Notlagen finden beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Hilfe und Unterstützung. Für diese Beratungsarbeit stehen Mittel des Bischöflichen Hilfsfonds „Pro Vita“ zur Verfügung.
In über 150 Pfarreien unseres Bistums helfen Ehrenamtliche Flüchtlingen und Asylbewerbern. Da die Helfer dabei psychisch und auch körperlich oft an ihre Grenzen stoßen, möchte die Diözese die Ehrenamtlichen begleiten, unterstützen und stärken. Was dafür im Einzelnen geleistet und angeboten wird, können Sie im Folgenden sehen.  Ehrenamtsbegleitung Josefine Prinz. Josefine Prinz, Dipl.-Rel. Päd. FH, Gemeindereferentin Referentin für diakonische Pastoral:
Ausbildung, Fortbildung und Begleitung ehrenamtlichen Engagements im Bereich Flüchtlingshilfe und Asyl, Unterstützung im Aufbau und in der Vernetzung von Helferkreisen   Kontakt: Kappelberg 1, 86150 Augsburg
Telefon: 0821/3166-2550
E-Mail: gemeindepastoral@bistum-augsburg.de     Aktuelles Angebot:  Angebote der Augsburger Gesellschaft für Psychotherapie e.V. für ehrenamtliche und berufliche Flüchtlingshelfer/innen im Moritzpunkt der CitySeelsorge, Maximilianstrasse 28, Augsburg Offene Gesprächsrunde: 1x monatlich montags: 07. November, 05. Dezember jeweils 18.30h bis 20 Uhr Moderierte Gespräche für Helferkreise nach Absprache, Gruppen ab 5 bis 8 Teilnehmer/innen über einen gemeinsam vereinbarten Zeitraum Einzelgespräche für Helfer/innen nach Absprache Zu Themen wie: Ich möchte mich über belastende Eindrücke und Berichte austauschen Ich brauche Informationen und Wissen über den Umgang mit traumatischen Belastungen von Flüchtlingen Ich bin interessiert an einem Austausch zu aktuellen Problemen wie Helferrolle und persönliche Grenzen - Nähe und Distanz - Frauen-/Männerbild - soziale Regeln und Grenzen - Konflikte und Gewalt Durch die Erfahrungen als Helfer/in werde ich an eigene Erlebnisse erinnert, die ich in einer sicheren Beratungssituation besprechen möchte. Die Teilnahme ist für Flüchtlingshelfer/innen kostenlos. Die Gespräche werden von Psychotherapeuten/innen der Augsburger Gesellschaft für Psychotherapie e.V. moderiert. Kontakt und Anfragen per E-Mail an: helfergruppen-augsburg@gmx.de. 
Ansprechpartnerin bei Fragen: Sr. Dipl. Psych. Elisabeth Schwerdt CJ, 0821/259253-6     (Foto: Alois Sattlecker) Einkehrtag „Wem bist du nicht fremd,
wenn du dir selbst fremd bist?
Achte also darauf, dass du dir –
ich will nicht sagen, immer,
nicht einmal häufig, doch dann und wann –
Zeit für dich selber nimmst“ (Bernhard von Clairvaux) Wer sich für Flüchtlinge und Asylbewerber engagiert, erlebt, wie wichtig diese Arbeit ist und wie dankbar Hilfe angenommen wird. Zunehmend stoßen Ehrenamtliche aber auch auf Grenzen der Belastbarkeit. Um sich vor Überforderung zu schützen, kann es hilfreich sein, „dann und wann“ im Kreise Gleichgesinnter eine Auszeit zu nehmen. Der Einkehrtag bietet Gelegenheit zum Austausch, zur Reflexion und zur Rekreation mit biblischen Impulsen, meditativen Elementen und Sachinformation. Informationen zu den Einkehrtagen gibt es bei Josefine Prinz.     Kolpingwerk Augsburg: Projekt Fremde werden Freunde Der Arbeitskreis Fremde werden Freunde möchte Kolpingsfamilien und andere engagierte Gruppen in der Flüchtlingsarbeit (z.B. Helfer– und Freundeskreise „Asyl“) unterstützen, die den Flüchtlingen mit ihrem Engagement Hoffnung geben. Dadurch soll ein Zeichen für gelebte Solidarität, für Nächstenliebe und Gastfreundschaft gesetzt werden. Ganz im Sinne von Papst Franziskus, der „globalisierte Gleichgültigkeit“ anprangert.     Neue Webseite als Informations- und Selbstfürsorgetool für Helfende im Bereich der Arbeit mit geflohenen Menschen: www.be-here-now.eu Die Übungen und Erklärungen sind dazu gedacht, die Kraft und den Willen zur Veränderung all derer aufrecht zu erhalten, die sich ehren- oder hauptamtlich um die neuen Menschen in unseren Ländern kümmern.
Was tut die Kirche? Eine Übersicht über die Flüchtlingsarbeit der Diözese Augsburg finden Sie unter "Daten & Fakten". Auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie im Internetdossier Flüchtlingshilfe eine Übersicht zum Flüchtlings-Engagement von Bistümern, Hilfswerken und Ordensgemeinschaften in Deutschland. Bei der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung haben die deutschen Bischöfe Leitsätze des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge verabschiedet. Was tut das das Bistum Augsburg für Menschen, die Hilfe brauchen und keine Flüchtlinge sind?
In unserem Bistum gibt es ein breites Angebot an Anlaufstellen für hilfesuchende Menschen. Weitere Angaben dazu finden Sie hier. Wie kann ich helfen? Sie können durch Ihre Mitarbeit in einem örtlichen Helferkreis die Flüchtlinge direkt unterstützen. Sie können über Sach- und Geldspenden das Engagement vor Ort fördern. Hierzu ist eine Kontaktaufnahme mit den Helferkreisen sinnvoll. Wo kann ich helfen? In jedem Ort, wo bereits Flüchtlinge untergebracht sind, haben sich Helferkreise gebildet. Diese werden meist von kommunaler Seite geführt. Caritas und Diakonie unterstützen diese Helferkreise vor Ort. Viele Christen engagieren sich in diesen Kreisen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Flüchtlingshilfe und Integration. Fragen Sie im Rathaus, Landratsamt oder Pfarrbüro nach! Wie bilde ich einen Helferkreis? Wenn sich eine Pfarrgemeinde auf die Ankunft von Asylbewerbern und Flüchtlingen vorbereitet möchte, ist es wichtig, einen Helferkreis zu initiieren. Diese Initiative kann vom Pastoralrat/Pfarrgemeinderat ausgehen. Um möglichst viele Mitbürger zu aktivieren, wäre eine Vernetzung von Kommune, Kirchen und Vereinen wichtig, so dass eine breite Basis für das ehrenamtliche Engagement gebildet wird. Caritas, Diakonie und die Abteilung Pastorale Grunddienste im Bischöflichen Seelsorgeamt können hier begleiten. Wo liegen die Grenzen ehrenamtlicher Arbeit? Persönliche Grenzen: Helfer sollten sich emotional und zeitlich nicht überfordern. Es ist es etwas Schönes und Gutes, wenn aus Hilfsbereitschaft oder Patenschaften auch Freundschaften entstehen. Doch sollte man sich immer bewusst sein, dass ein offenes Asylverfahren mit einer Abschiebung enden kann. Hier stellt sich die Frage, wie man damit umgehen kann und wieviel Distanz als Selbstschutz für einen selbst notwendig ist. Das zeitliche Engagement sollte in dem Rahmen gestaltet sein, wie es mit dem eigenen Leben/Beruf vereinbart werden kann. Jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten einbringen, ohne sich dabei mit anderen messen zu müssen. Wichtig ist die Hilfe, die ankommt. Durch die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen wird durch die unterschiedlichen Beiträge - ob groß oder klein - letztendlich ein starkes Angebot für die Asylbewerber möglich. Finanzielle Zuwendungen sind eine Privatentscheidung des Helfers, es gilt aber zu bedenken, dass Alltagshilfe darauf abzielt, den Asylbewerbern dabei zu unterstützen, mit den zur Verfügung stehenden Mittel besser zurechtzukommen. Hier ist der Grundsatz der Hilfe zur Selbständigkeit und Integration wichtig. Gesetzliche Grenzen: Es gibt für Asylbewerber neben den allgemeinen Gesetzen eine Reihe von Vorgaben, an die sie sich halten müssen. Je nach Aufenthaltsstatus besteht Residenzpflicht, d.h. dass ein bestimmtes Gebiet (z.B. Bezirk Schwaben) ohne Genehmigung der Ausländerbehörde nicht verlassen werden darf. Gesetzliche Grenzen gibt es auch im Asylverfahren. Hier sei nur das Stichwort Dublin III-Abkommen genannt. Dies ist ein Verfahren, dass Asylbewerber immer dem europäischen Land zuführt, in dem sie als erstes behördlich erfasst und registriert wurden. In diesem Land muss der Asylantrag gestellt und bearbeitet werden. Da Deutschland keine EU-Außengrenzen hat und die Asylsuchenden eben andere Länder durchreisen kommt eine "Rückführung" aufgrund Dublin III häufig vor. Behördliche Schreiben deren Inhalte dem Helfer unklar sind, sollten einem Ansprechpartner der Asylsozialberatung vorgelegt werden. Eine Abklärung mit rechtlicher Beratung ist sinnvoll. Der Flüchtlingsrat Bayern bietet Asylbewerbern (oder den Helfern) Rat an und verfügt über Anwälte die rechtliche Auskunft geben. Wenn sich ein Asylbewerber in irgendeinem Sinne strafbar gemacht hat, sollte beim Verständnis der Briefe und dem Einhalten von Fristen - auch bei Abschätzung ob ein Rechtsbeistand nötig ist - geholfen werden. Bei Unsicherheit sollten weitere Ansprechpartner hinzugezogen werden. Sie sind ehrenamtlich stark engagiert? Sie haben dafür Ihr berufliches Engagement bewusst hinten angestellt? Sie haben auf Verdienst verzichtet? Wussten sie schon, dass ehrenamtliche Helfer, die in Bayern ankommende Asylbewerber versorgen, Verdienstausfallentschädigung erhalten können? Näheres dazu finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Wie sind Ehrenamtliche versichert, wenn sich während ihrer Tätigkeit ein Unfall ereignet? Falls keine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung den Schaden abdeckt und der/die freiwillige Ehrenamtliche auch nicht über einen Träger (Verein, Kirche, Caritas, Diakonie) versichert ist, greift hier in der Regel die bayerische Ehrenamtsversicherung des Freistaates Bayern. Nähere Angaben dazu finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Welche steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge gibt es? Deutschland wird zunehmend Zufluchtsort für Menschen unterschiedlichster Nationalität. Die Aufnahme, Versorgung und Integration von Flüchtlingen ist für Deutschland eine gesamtstaatliche Herausforderung. Engagierte Bürger, Unternehmen, Initiativen und Organisationen helfen den Ankommenden in dieser Situation den Alltag zu bewältigen. Dieses private Engagement unterstützt damit auch die staatlichen Institutionen in ihren Aufgaben. Die hohe Spendenbereitschaft in Deutschland ist ein Zeichen des Willens für mitmenschliches Zusammenleben und des Willkommens. Die Bundesregierung fördert daher das gesamtgesellschaftliche Engagement in Deutschland, damit möglichst schnell und unbürokratisch Hilfe geleistet werden kann. Das Bundesministerium der Finanzen hat im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Regelungen erlassen (hier herunterzuladen), die Vereinfachungen für private Spender und steuerbegünstigte Organisationen zum Ziel haben. Was ist „Kirchenasyl“? „Kirchenasyl“ ist die zeitlich befristete Aufnahme von Flüchtlingen ohne legalen Aufenthaltsstatus, denen bei Abschiebung in ihr Herkunftsland Folter und Tod drohen oder für die mit einer Abschiebung nicht hinnehmbare soziale, inhumane Härten verbunden sind. Während des „Kirchenasyls“ werden alle in Betracht zu ziehenden rechtlichen, sozialen und humanitären Gesichtspunkte geprüft. In vielen Fällen gelingt es nachzuweisen, dass Entscheidungen von Behörden überprüfungsbedürftig sind und ein neues Asylverfahren erfolgversprechend ist. In allen Fällen werden die Behörden und Gerichte über den Aufenthalt unterrichtet. -> Handreichung zu aktuellen Fragen des Kirchenasyls, Deutsche Bischofskonferenz, 23. Juni 2015 Wie viele Menschen sind zur Zeit auf der Flucht? Nach dem letzten Halbjahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gab es bis Mitte 2015 weltweit 60 Mio. Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge (innerhalb des eigenen Landes). Woher stammen die Flüchtlinge? Die weltweit meisten Flüchtlinge stammen laut UNHCR-Bericht zur Zeit aus Syrien: Syrien: 3 Mio., Afghanistan: 2,7 Mio., Somalia: 1,1 Mio., Sudan: 700.000, Kongo: 500.000, Myanmar: 450.000, Irak: 400.00 Was ist der Unterschied zwischen Flüchtlingen und Asylbewerbern? Nach Artikel 16a des Grundgesetzes (GG) der Bundesrepublik Deutschland genießen politisch Verfolgte Asyl. Die Verfolgung muss dabei vom Staat ausgehen. Menschen, die in ihrem Heimatland wegen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, Religion oder Rasse bedroht sind, gelten als Flüchtlinge. Die Bedrohung muss dabei - anders als bei Asylbewerbern - nicht vom Staat ausgehen, sie kann auch von Parteien oder anderen Bevölkerungsgruppen kommen. Welchen Religionen gehören die Flüchtlinge an? Die meisten Flüchtlinge (ca. 80%) stammen aus islamisch geprägten Ländern.
Es gibt aber auch ca. 10 – 15 % Christen, überwiegend aus afrikanischen Ländern. Besteht die Gefahr einer "Islamisierung" der Gesellschaft?

Zur Zeit leben in Deutschland zwischen 3,8 und 4,3 Mio. Muslime, das sind rund 5 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung. Der größte Teil der Muslime sind keine Flüchtlinge, sondern ehemalige Migranten, sogenannte Gastarbeiter, und deren Kinder/Enkel oder Personen mit Migrationshintergrund. Menschen also, die schon viele Jahre oder seit der Geburt in Deutschland leben. Ein großer Teil ist weitgehend integriert, lebt seinen Glauben und lehnt jede Form von religiös motivierter Gewalt ab.
Mitarbeit Überall dort, wo bereits Flüchtlinge untergebracht sind oder bald sein werden, haben sich Helferkreise gebildet. Wenn Sie sich in einem dieser Kreise engagieren wollen, nehmen Sie bitte über das Pfarramt oder die Gemeindeverwaltung Kontakt auf. Unter www.asylhelfer.bayern finden Sie Informationen bzw. Links zu den Asyl-Helferkreisen in Bayern, darunter sind auch Gruppen auf dem Gebiet des Bistums Augsburg (Schwaben, Landkreis Weilheim-Schongau, Landkreis Starnberg, Landkreis Landsberg/Lech, Region Ingolstadt). Spenden Es besteht auch die Möglichkeit, die Flüchtlingshilfe der Diözese finanziell zu unterstützen: Der Bischöfliche Hilfsfond "Pro Vita" unterstützt schwangere Frauen und Mütter mit Kindern. Wer die Arbeit von Pro Vita unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende für den Bischöflichen Hilfsfonds tun. Auch das Bistum Augsburg hat den Fonds bereits mit 50.000 Euro aufgestockt. Bischöflicher Hilfsfonds „Pro Vita“
Kennwort: "Flüchtlinge“
LIGA Bank eG
IBAN: DE82 750 903 00 0000 193 909
BIC: GEN0DEF1M05 Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiter/-innen in Voll- und Teilzeit in der Asylsozialberatung sowie im Bereich Migration und Rückkehrerberatung; sieben weitere Asylsozialberater sollen demnächst eingestellt werden. Diese sind in 26 Gemeinschaftsunterkünften und in einer Vielzahl von dezentralen Unterkünften aktiv. Die Diözese stellt dem Caritasverband zusätzlich zu den laufenden Kosten der Caritas in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 800.000 Euro zur Verfügung, um dem stark angestiegenen Beratungs- und Begleitungsbedarf Asylsuchender zu entsprechen. Auch Sie können mit einer Spende die Flüchtlingsarbeit der Caritas unterstützen. Caritas-Stiftung Augsburg
Kennwort: "Flüchtlinge"
LIGA Bank eG
IBAN: DE03 7509 0300 0000 2464 50
BIC: GENODEF1M05
Unter folgenden Links finden Flüchtlinge sowie in der Flüchtlingshilfe Engagierte nützliche Hinweis und Ratschläge für den Start in eine erfolgreiche Ausbildung/Studium oder den Einstieg in das Berufsleben:   Studium Projekte der Flüchtlingshilfe an der Universität Augsburg Refugees welcome - Informationen von der Hochschule Augsburg für Geflüchtete Kostenlose studentische Rechtsberatung durch engagierte Studierende - zunächst vor allem im Bereich des Ausländer- und Asylrechts (Law Clinic Augsburg - Eine Initiative von Studierenden) Technische Hochschule Ingolstadt eröffnet Integrationscampus   Ausbildung/Beruf Ausbildung und Beruf: FAQs zum Thema Flucht und Asyl (HWK für Schwaben) Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse speziell für Flüchtlinge netzwerk4A - Information und Orientierung für Flüchtlinge In Deutschland als Flüchtling studieren Einstiegskurse für Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive (Bundesagentur für Arbeit) AusbildungsOffensive Bayern Beratung und Arbeitsmarktvermittlung für Asylbewerber, Flüchtlinge und Geduldete (Handwerkskammer für Schwaben) IHK-Praktikumsportal - Lernen und Studieren mit Praxisbezug IHK-Projekt für Flüchtlinge Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungsmarkt (IHK) Jobbörse für Flüchtlinge Schüler-Praktikumsbörse für junge Geflüchtete in Bayern
Informationsseiten Die Bundesregierung zu Flucht und Asyl Flüchtlingshilfe der Katholischen Kirche (Deutsche Bischofskonferenz) Informationen über Rundfunkbeitragspflicht für Asylbewerberinnen und -Bewerber Informationen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit Interkulturelle Woche Jesuiten Flüchtlingsdienst Mediendienst Integration Hilfswerk Misereor Rückkehrhilfe und Beratung für Serbien   Gesetzestexte deutsches, europäisches und internationales Recht für die praktische Flüchtlings- und Migrationsarbeit Informationen zur Gesetzgebung   Materialien für die Arbeit mit Flüchtlingen Bayerischer Flüchtlingsrat Die Texte der Heiligen Messe aller Lesejahre in verschiedenen Sprachen Evangelium in Leichter Sprache – ein vereinfachter Zugang zu den Texten des jeweiligen Sonntags Flucht und Asyl - nützliche Handreichungen (weltkirche.katholisch.de) Informationen für Flüchtlingshelferinnen und -helfer Lehrmaterialien für die Vermittlung der deutschen Sprache Leitfaden für neuankommende Flüchtlinge (auch auf Englisch und Arabisch) Leitfaden „Engagiert für Flüchtlinge: Ein Ratgeber für Ehrenamtliche“ Liturgische Texte (zweisprachig) Materialien für Sprachlehrkräfte (Bildungswerk der Erzdiözese Köln) Medizinische Versorgung von Asylsuchenden – allgemeine Informationen Osterevangelium in 14 Sprachen (Katholisches Bibelwerk) Tätigkeit mit unbegleiteten minderjährigen bzw. jungen Flüchtlingen (Caritas) Werkbrief "Integration auf dem Land" (Katholische Landjugendbewegung Bayern)   Bildungsmaterialien Filme/Medien zum Thema Flucht/Asyl Materialien der UN-Refugee-Agency Materialien für den schulischen Religionsunterricht Medienpaket zum Thema "Fremde und Flüchtlinge" Themenfilme zu Flucht, Asyl, Integration der Landesmediendienste Bayern Vom Aufbrechen und Ankommen - Kinder- und Jugendfilme zum Thema Migration   Angebote für Flüchtlinge Asylotheken (St. Michaelsbund) Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse speziell für Flüchtlinge Begleitheft "Leben in Deutschland" in Deutsch/Arabisch, Deutsch/Dari und Deutsch/Farsi Deutschlernen für Flüchtlinge (Goethe-Institut) Deutschkurs für Asylbewerber Evangelien der Sonntage im Lesejahr A (Christen helfen Christen im Heiligen Land e.V.) hallo-App Deutsch von Hueber und Mildenberger zum kostenlosen Download für Flüchtlinge und Migranten Informationen zum Girokonto in verschiedenen Sprachen (Sparkasse) Liturgische Hilfe für Migranten und Flüchtlinge (Deutsches Liturgisches Institut) Malteser Migranten Medizin Refugee-Guide für Flüchtlinge Refugee Radio auf Arabisch und Englisch (Funkhaus Europa) Seelsorge & Gottesdienst (Aktion Neue Nachbarn, Erzbistum Köln) Verkehrsregeln in verschiedenen Sprachen oder eine Broschüre mit Verkehrsregeln auf arabisch Schwimmbadregeln auf Arabisch (64,5 kB) Schwimmbadregeln in Farsi (57,5 kB) Information Griechenland Dublin Rücküberstellung (271,3 kB) Information Italien für Geflüchtete nach Dublin Rücküberstellung (3,7 MB)