WO WASSER IST, IST LEBEN.

16.07.2019 17:36

Ein Parcours zu Stellen heilenden Wassers in Augsburg am Freitag, 12. Juli 2019. Eine Kooperationsveranstaltung von Katholischer Erwachsenenbildung Stadt Augsburg und Akademisches Forum.

Die drei Stationen des Parcours: Ulrichsbrunnen - Reiterdenkmal Kaiser Maximilian I. - Mauerbad

 

Wasser - Gesundheit - Lebenskraft 

Die historische Bedeutung des Wassers für die Stadt Augsburg wurde in diesen Tagen als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Dabei rückten „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“ als elementaren Eckpfeiler eines einzigartigen Wassermanagement-Systems dieser Stadt in den Blick.

Wasser ist aber auch seit jeher für seine Heilkräfte bekannt und findet bis heute bei Gesundheitsbeschwerden in Form von Trinkkuren oder Badetherapien Anwendung.

Ob Ulrichwasser, der Gesundbrunnen oder das Mauerbad – an verschiedenen Orten in Augsburg erhofften sich Kaiser, Adelige und Bürger Erfrischung, Heilung und Lebenskraft. An drei Stationen wurde dieser Aspekt vorgestellt:

 

Station Ulrichsbrunnen

Seit dem Mittelalter finden sich bei Kirchen, die dem Heiligen Ulrich geweiht sind, sogenannte „Ulrichsbründl“ oder „Ulrichsbrunnen“, die als heilige Quellen gegen Fieber und Augenleiden galten. Bistumshistoriker Domkapitular Dr. Thomas Groll zeigte in seinem lebendigen und kurzweiligen Vortrag die Tradition dieser Brunnen auf, die bis heute bei den Gläubigen sehr beliebt sind und gerne aufgesucht werden.

Station Reiterstatue von Kaiser Maximilian I.

Zum 500. Mal jährt sich der Todestag Kaiser Maximilians I., für den Augsburg eine besondere Stadt war: nicht nur, weil dort seine Geldgeber waren, sondern auch vor allem, weil er seit 1512 Besserung für seine Krankheiten an der Quelle „Gesundbrunnen“ erfahren hatte. Die Stadtführerin Halrun Reinholz stellte in ihrem Vortrag Kaiser Maximilian I. und dessen Bezug zu Augsburg vor.

Station Mauerbad

Zu den geheimsten Plätzen in der Augsburger Altstadt zählt der Mauerberg mit dem heute weitgehend unbekannten Mauerbad. Patienten mit Rheuma, Gicht oder Unterleibsschmerzen fanden hier Linderung ihrer Krankheit. Eindrucksvoll beschrieb Halrun Reinholz den Alltag in einem Badehaus und deren gesellschaftliche Bedeutung in der Vergangenheit.