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DIE VERMESSUNG DES MENSCHEN

Zur Ethik von Big Data und Gesundheit

Beginn: 31.01.2019 19:00 - 21:00
Biold: metamorworks, iStock
Biold: metamorworks, iStock

Vortrag und Gespräch im Haus Sankt Ulrich, Augsburg

 

Big Data eröffnet auch in der Medizin und im Gesundheitswesen neue
Möglichkeiten. Durch die Analyse genetischer Daten, die sich von jedem Menschen
in kürzester Zeit ermitteln lassen, lässt sich ein individuelles Risikoprofil
erstellen, das Auskunft über künftige Krankheitsrisiken gibt. Ebenso kann das
voraussichtliche Ansprechverhalten eines Patienten auf bestimmte Medikamente im
Voraus getestet werden, was zur Optimierung des Therapieerfolges oder zumindest
zur Minimierung von Nebenwirkungen beitragen kann.

Neben den Chancen sind allerdings auch Gefahren des Einzugs von Big Data in den Behandlungsalltag vorhersehbar. Lange bevor eine Erkrankung ausbricht, kann ein Mensch in eine Art vorläufigen Patientenstatus gedrängt werden, da er sich aufgrund des
Wissens um die künftige Gefährdung nicht mehr als wirklich gesund fühlt, aber
auch noch nicht krank ist. Zudem können Risikoanalysen immer nur
Wahrscheinlichkeitsaussagen ergeben, die ebenso zu falschen Verunsicherungen
wie zu unnötigen prophylaktischen Behandlungsmaßnahmen führen können, von denen
die Betreffenden keine medizinischen Nutzen haben.

Der Vortrag führt den revolutionären Wandel medizinischer Behandlungsmöglichkeiten im Gefolge von Big Data vor Augen und erörtert seine ethische Problematik.

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff

 

REFERENT

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Universität Freiburg

Beginn: 31.01.2019 19:00 - 21:00
 
Veranstalter:  Akaldemisches Forum der Diözese Augsburg
 akademisches-forum@bistum-augsburg.de
 
Veranstaltungsort: Haus Sankt Ulrich
 
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