FRÜHCHRISTLICHE ZEUGNISSE IN AUGSBURG

Die Archäologie des römischen und frühmittelalterlichen Christentums in Augsburg und Umgebung

27.09.2019 19:00 bis 21:00

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist abgelaufen

Abendvortrag im Haus Sankt Ulrich, Augsburg, mit dem Stadtarchäologen Dr. Sebastian Gairhos

Augsburg, Hinter dem Schwalbeneck 5-9. Glasschale mit Darstellung des Sündenfalls. Mitte 4. Jahrhundert. Bild: Stadtarchäologie Augsburg.

 

In der römischen Provinz Rätien ist nur für das Munizipium Aelia Augusta, heute Augsburg, das Stadtrecht sicher bezeugt. Jüngere archäologische Untersuchungen sowohl in den spätantik-frühmittelalterlichen Siedlungsbereichen als auch in den Gräberfeldern gewähren neue Einblicke in die spätrömische Großstadt und ihre kontinuierliche Entwicklung im frühen Mittelalter. Bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts lässt sich innerhalb der Stadtmauer flächige Besiedlung auf über 60 ha, die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der florierende Absatz von Handelsgütern aus dem gesamten Römischen Reich nachweisen.

Bedeutende Funde zeigen das Aufkommen christlichen Gedankenguts. Auch im frühen Mittelalter ist die besiedelte Fläche mit etwa 15 ha rund um den heutigen Dom bemerkenswert groß. Im Gräberfeld um die Memoria der Märtyrerin Afra wird bis mindestens ins 7. Jh. die städtische Bevölkerung fassbar, die sich in ihren Bestattungsbräuchen signifikant von den zeitgleichen Bewohnern der benachbarten ländlichen Siedlungen unterscheidet.

Vor diesem Hintergrund sollen auch die historischen Quellen auf ihre Aussagemöglichkeiten zum spätantiken Christentum in Augsburg und zur Kirchenorganisation in Rätien erneut geprüft werden. Im Fokus steht die Frage nach einem spätrömischen Bischofssitz und dessen Kontinuität bis in karolingische Zeit.

 

REFERENT

Dr. Sebastian Gairhos, Stadtarchäologe Augsburg

KOSTEN

Eintritt 6,00 € / Schüler und Studierende frei

Veranstaltungsort

Haus Sankt Ulrich, Kappelberg 1, Augsburg

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Veranstalter

Akademisches Forum der Diözese Augsburg