„VERZEIHUNG DES UNVERZEIHLICHEN?“

Zornige, traurige, nachdenkliche Stimmen zum Holocaust

24.01.2020 16:00 bis 19:00

Studiennachmittag im Haus Sankt Ulrich, Augsburg, anlässlich des Internationalen Gedenktages zur Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau vor 75 Jahren

Auschwitz_Ron Porter_gemeinfrei_pixabay_pfarrbriefservice

 

Es ist schwer, sehr schwer, über den Holocaust zu sprechen.

Gerade der Name des Schreckensortes Auschwitz ist unauslöschlich dem Bewusstsein der überlebenden Opfer und der Täter eingeprägt und wird beider Nachkommen für alle Zeiten überliefert werden.

„Die Vernichtungslager von Auschwitz und Birkenau stehen stellvertretend für all die anderen Stätten, an denen ähnliches geschehen ist:
Vieltausendfacher Mord hat Auschwitz der Zeit und dem Raum entrückt, ihn überzeitlich und damit zum Erbeigentum jener Leidensgemeinschaft gemacht, die das überlebt hat, was sie nicht vergessen kann und allen kommenden Geschlechtern weitersagen wird: nicht nur die Hölle auf Erden, sondern auch die 'ruhmreichen Taten und die Stärke des Herrn, die Wunder, die Er getan hat'."

So formuliert der jüdische Benediktiner P. Paulus Gordan, gerade auch im Blick auf Edith Stein, die 1942 in der Gaskammer starb.

Stellen wir uns solchen Stimmen, auch jenen, die von einer unauslöschlichen Agonie sprechen, und jenen, die trotzdem das Unverzeihliche einer Verzeihung zu überantworten suchen.

Prof. DDr. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz

PROGRAMM

15.30 Uhr Stehkaffee

 

16.00 Uhr Begrüßung und Einführung

 

16.15 Uhr Prof. DDr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz:

"Agonie der Opfer bis zum Ende der Zeiten? Oder doch: Verzeihung?"

 

anschließend Möglichkeit für Rückfragen

 

17.15 Uhr Pause

 

17.30 Uhr Prof. DDr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz:

"Gibt es so etwas wie Sühne? Gedanken von und zu Edith Stein"

 

18.15 Uhr       Diskussion

 

19.00 Uhr       Ende der Veranstaltung

 

Moderation:    Dr. Robert Schmucker

 

 

 

REFERENTIN

Prof. DDr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Erlangen

KOSTEN

Eintritt frei

 

Gerhard Richter. Zyklus Birkenau

Ausstellung im Diözesanmuseum St. Afra, Augsburg

vom 9. Januar bis 2. Februar 2020

 

Vier im August 1944 von einem unbekannten Häftling in Auschwitz-Birkenau aufgenommene Negative über den systematischen Massenmord bilden den Ausgangspunkt für den 2014 entstandenen Zyklus Birkenau des renommierten zeitgenössischen Künstlers Gerhard Richter.

Dank einer Leihgabe aus der Privatsammlung im Gerhard Richter Archiv, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, kann dieser Zyklus in der von Gerhard Richter veranlassten Fassung Foto auf Alucobond im Diözesanmuseum St. Afra betrachtet werden. Ein Begleitprogramm wird Zugangsmöglichkeiten zu dem bis heute kontrovers diskutierten Versuch eröffnen, den Holocaust künstlerisch darzustellen.

Veranstaltungsort

Haus Sankt Ulrich Kappelberg 1 86150 Augsburg

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