Serie der deutschen Diözesen: "Mein liebstes Kirchenlied"

Die Bischöflichen Pressestellen der deutschen Diözesen haben anlässlich der bevorstehenden Einführung des neuen katholischen Gebet- und Gesangbuchs "Gotteslob" Prominente aus Politik, Kultur, Medien, Wirtschaft und Kirche nach ihrem Lieblingslied im neuen Gebet- und Gesangbuch befragt. Woche für Woche nennt eine prominente Persönlichkeit ab Oktober an dieser Stelle sein Lieblingslied - teils ist der Beitrag auch als Videoclip anzusehen.

26.01.2014 Mein Lieblingslied im neuen wie auch schon im alten Gotteslob ist "Nun danket alle Gott" (405). Denn das Lied erinnert uns daran, dass wir uns jederzeit von Gott geliebt wissen dürfen. Es beschreibt die drei wichtigen Grundhaltungen vor Gott: Danken, Bitten und Loben. Es ist für mich ein nachhaltiges Lebenslied.
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19.01.2014 Ich bin positiv überrascht vom neuen Gotteslob. Es macht Spaß, durch das Buch zu blättern. Ich war auf dem Internat in Bad Godesberg. Da war die Maßgabe: Wenn wir "Großer Gott" singen, dann muss das der liebe Gott wirklich hören. Da haben dann 700 Knaben aus vollen Leibeskräften "Großer Gott" gebrüllt. Das war bis nach Bad Godesberg hinein zu hören. Das war der erste große Klassiker für mich. Mein persönlicher Favorit ist ein protestantisches Lied von Paul Gerhardt: "Geh aus, mein Herz, und suche Freud". Das finde ich ganz wunderbar.
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12.01.2014 Ich singe aus dem neuen Gotteslob besonders gerne "Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein" (351). Ich brauche die Inspiration durch den heiligen Geist ganz persönlich als Autor, um gute Bücher schreiben zu können. Er ist aber auch eine Quelle der Inspiration für die Kirche, wenn es darum geht, Antworten auf die Fragen der Menschen zu finden. Und Gottes Geist hilft uns, Wege für das Miteinander in der Kirche zu finden.
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05.01.2014 Ihre Bitte, Ihnen mein liebstes Kirchenlied zu benennen, bringt mich in Verlegenheit. Zu viele Kirchenlieder sind mir in meinem langen Leben ans Herz gewachsen. Vom Lied, das wir als Erstkommunikanten sangen: "Beim letzten Abendmale" über die Lieder, die uns durch das Kirchenjahr begleiten, zu Weihnachten, zu Ostern, zu Pfingsten. Im Mai: "Maria breit‘ den Mantel aus". Aber wenn es denn nur eines sein soll, dann: "Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen" (405) von Martin Rinckart mitten im 30-jährigen Krieg verfasst. Dieses Lied kann einen durch das ganze Leben begleiten, vom Mutterleib und Kindesbeinen an bis zum Grab und der Hoffnung auf die Auferstehung. Es bittet um Frieden, um ein fröhliches Herz und um Erlösung von aller Not. Es spricht Herz, Mund und Hände an und den dreieinigen Gott. Es ist wohl ein unseren ganzen Glauben umfassendes Lied und darum ist es mein liebstes Kirchenlied.
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29.12.2013 Mein Lieblingslied im neuen Gotteslob ist "Adéste Fidéles" (242), auf Deutsch "Nun freut euch, ihr Christen" (241). Ich habe eine ganz frühe Erinnerung an dieses Lied: Als Schola-Sänger in Sankt Barbara in Köln-Ehrenfeld stand ich schon mit sieben Jahren am Altar und habe dieses Lied zu Weihnachten geschmettert. Mit meinen Söhnen, die in Canterbury studiert haben, war ich in der Kathedrale in Canterbury. Dort haben wir dieses Lied, das von einem englischen Komponisten stammt, auf Latein gemeinsam gesungen. Das war ein wahnsinniges Erlebnis. Und noch eine Erinnerung: Bei einer Weihnachtsgala mit José Carreras durften wir dazu spielen und singen. Dieses Lied hat für mich zu jeder Zeit Gänsehaut-Effekt. Das ist immer wieder Wahnsinn.
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22.12.2013 Die Kirche auf dem Weg durch die Zeit – wenn man wissen möchte, was das bedeutet, muss man die Gesang- und Gebetbücher dieser Kirche anschauen. Mein liebstes Kirchenlied aus dem neuen Gotteslob ist "Die Kirche steht gegründet allein auf Jesus Christ" (482). Das Lied, das Christen bisher schon im evangelischen Gesangbuch fanden, ist neu im Gotteslob. Ein schönes Lied aus dem England des 19. Jahrhunderts, das von der Kirche als der Braut Jesu Christi singt. Thekla von Weling, eine Mitbegründerin der evangelikalen Bewegung in Deutschland, lebend in Bad Blankenburg in Thüringen, hat das Lied einst schön übersetzt: "Vom Himmel kam er nieder und wählte sie zur Braut, hat sich mit seinem Blute ihr ewig angetraut." Angetraut auf ewig. Eigentlich gibt es da nichts zu ändern. Auch im Gotteslob könnte alles bleiben, wie es ist. Aber wir sind Menschen. Wir wollen auch von unserer Zeit etwas spüren, wenn wir Gott loben. Und so gelangt ein altes evangelisches Lied in die katholischen Kirchen in Deutschland. "Ein modernes Kind des 21. Jahrhunderts" wird das neue Gotteslob schon genannt. Schön und recht. Lasst es uns lieben, das Kind!
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15.12.2013 Mein liebstes Kirchenlied aus dem neuen Gotteslob ist "Salve Regina" (666,4). Das „Salve Regina“ singe ich seit meiner Kindheit. Als ich noch kein Latein verstand, war es mir schon vertraut und eine Stütze beim Lateinlernen. Mir ist wichtig, dass ein Kirchenlied einfach ist, dass es alle singen können. Das "Salve Regina" hat für mich viel von der behütenden Mutterliebe, in der sich ein Kind geborgen fühlt.
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08.12.2013 Mein Lieblingslied im neuen Gotteslob ist "Segne du, Maria, segne mich, dein Kind" (535). Es ist – das habe ich mir sagen lassen – das am meisten gewünschte Lied im neuen Gotteslob. Meine Liebe zu dem Lied hängt mit meiner Geschichte zusammen. Als wir 1945 unsere schlesische Heimat verlassen mussten, sind wir nach Thüringen gekommen. Wir waren im Dorf die ersten Katholiken seit der Reformation. Es gab keine katholische Kirche. Der Pastor kam jeden zweiten Sonntagnachmittag zur Heiligen Messe. Wir durften aber auch ohne Priester in die evangelische Kirche hinein. Das haben wir immer im Mai und Oktober getan. Dort haben wir uns zur Maiandacht und zum Rosenkranz versammelt. Weil wir viel Zeit hatten, haben wir die Andachten sehr lange gehalten. Wenn die Andacht zu Ende war, sagte der eine: "Singen wir doch noch dieses Lied!" Und eine andere sagte: "Singen wir doch noch jenes Lied!" Später wurde uns im Priesterseminar das Lied „Segne du, Maria“ lächerlich gemacht. Ich habe mich davon so beeindrucken lassen, dass ich noch mit meiner guten Mutter und mit meiner Tante, mit meiner Familie zuhause in Streit geriet. Aber sie haben sich – Gott sei Dank – gegen mich durchgesetzt. Die Liebe zum Lied habe ich als Kaplan wieder gefunden. Als ich öfters Sterbenden beim Todeskampf beistand, haben diese – wenn es ihnen noch möglich war – gesagt: "Singen Sie doch: Segne du, Maria." Ich hoffe, dass es auch bei meinem Sterben gesungen wird. Im Gesangbuch ist es ein Höhepunkt des Volkes Gottes in seiner Marienverehrung.
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01.12.2013 Mein Lieblingslied im neuen Gotteslob ist "Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben" (484). Dieses Lied konzentriert die Abendmahlsfrage inhaltlich auf das Gotteslob. Darum ist es mir lieb. Worte der katholischen Dichterin Maria-Luise Thurmair (1912-2005) legen sich auf eine Melodie des evangelischen Musikers Johann Crüger (1598-1662), ein Kollege Paul Gerhardts. Dieser ökumenische Zusammenklang lässt mich auf dieses Lied aufmerksam werden. Es schlägt in seinen sechs Strophen den Bogen vom Danken – der Eucharistie – für die Gaben Gottes bis zur Bitte um das, was noch offen ist – die endgültige Befreiung vom Bösen. So singt dieses Lied in ökumenischem Zusammenklang von dem Vertrauen auf Gottes großzügige Gastfreundschaft und von der Hoffnung auf die Gemeinschaft an einem Tisch. Darum freue ich mich, dass es in evangelischen und katholischen Gottesdiensten gesungen wird.
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24.11.2013 Mein Lieblingslied ist seit meiner Kindheit "Großer Gott, wir loben dich" (380). Das ist für mich das wirkmächtigste Kirchenlied. Da kriege ich heute noch eine Gänsehaut. Es ist ein starker Text und eine sehr schöne Melodie. Ich habe mich bei jedem Gottesdienst schon am Beginn gefreut, wenn ich aus der Ankündigung der Liednummern entnehmen konnte, zum Ende wird "Großer Gott" gesungen. Da war der ganze Gottesdienst für mich ein Stückchen noch spannender als ohnehin.
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