Serie der deutschen Diözesen: "Mein liebstes Kirchenlied"

Die Bischöflichen Pressestellen der deutschen Diözesen haben anlässlich der bevorstehenden Einführung des neuen katholischen Gebet- und Gesangbuchs "Gotteslob" Prominente aus Politik, Kultur, Medien, Wirtschaft und Kirche nach ihrem Lieblingslied im neuen Gebet- und Gesangbuch befragt. Woche für Woche nennt eine prominente Persönlichkeit ab Oktober an dieser Stelle sein Lieblingslied - teils ist der Beitrag auch als Videoclip anzusehen.

17.11.2013 01:00 Eines meiner Lieblingslieder im neuen Gotteslob ist "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" (392). Das Gotteslob ist seit meiner heiligen Kommunion mein ständiger Begleiter, zumindest was den Weg in die Kirche angeht. Mein Firmausweis vom 12. Mai 1985 liegt noch immer vorne drin. Den Text von "Lobe den Herren" hat Joachim Neander 1680 geschrieben. Ob er allerdings aus dem bekannten Tal* Kreis Mettmann/Nähe Düsseldorf stammt, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Es ist ein sehr fröhliches und positives Lied. Ich habe immer den Eindruck, dass die Gemeinde bei der Nummer 392 besonders laut mitsingt – bestimmt kein schlechtes Zeichen. Also mein Favorit ist die 392 – im Gegensatz zu unserem Stammitaliener, dort bevorzuge ich die 147 Spaghetti Carbonara. (*Anmerkung der Redaktion: Tatsächlich ist das Tal nach dem Dichter benannt.)
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10.11.2013 01:00 Ich gehöre zu der Generation des 1970er Sacro-Pops. Wilhelm Wilms und Piet Janssens waren die Helden meiner katholisch geprägten Jugend, die rebellische Sängerin aus "Ave Eva oder der Fall Maria" ein früher Schwarm. Lieder wie "Die Sache Jesu braucht Begeisterte", "Wir haben einen Traum", "Wenn das Rote Meer grüne Welle hat" oder "Gegen das Geläut der Leute" haben meinem Glauben textlich und musikalisch Ausdruck gegeben, auch wenn sie heute etwas arg post-68er-haft klingen. Aber wir hören ja auch immer noch gerne Bob Dylan oder Pete Seeger. Deshalb wünsche ich mir, dass diese literarische, politische und populäre Tradition nicht aus dem Kirchengesang verschwindet und wir mit Wilms und Janssens auch künftig die Lieder und Texte von Alois Albrecht, Huub Oosterhuis oder Diethard Zils singen und beten. Aber selbstverständlich bietet das Gotteslob auch traditionelle Schätze, die uns anrühren und die man auch immer wieder neu entdeckt, ob es nun "Kommt herbei, singt dem Herrn" (140), "Großer Gott, wir loben Dich" (380) oder "Maria, breit den Mantel aus" (534) ist oder die Lieder von Jochen Klepper oder Paul Gerhardt. Ein Lieblingslied in dem Sinn habe ich nicht. Hängt auch immer von der Lebenssituation hat, was einen gerade besonders anspricht.
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03.11.2013 01:00 Mein Lieblingslied im neuen Gotteslob ist "Wo Menschen sich vergessen" (Eigenteil Trier 852/Würzburg 841). Das Lied finde ich sehr schön. Es drückt für mich Hoffnung und Versprechen aus, dass wir Menschen Gott dort begegnen, wo wir in Liebe handeln oder Liebe erfahren. Und es fordert uns auf, uns dazu immer wieder auf den Weg zu machen.
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27.10.2013 02:00 Mein liebstes Kirchenlied aus dem neuen Gotteslob ist "Sonne der Gerechtigkeit" (481). Das Lied ist für mich unlösbar mit der friedlichen Revolution verbunden. Wir sangen das Lied im Januar 1990 in der Leipziger Nikolaikirche während des Gottesdienstes vor einer Montagsdemonstration. Die Kraft des christlichen Glaubens und der Ökumene wird hier in Musik und Text Wirklichkeit.
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20.10.2013 02:00 Ein Lieblingslied? Diese Frage ist kaum zu beantworten, mir gefallen viele Gottesdienstlieder. Am meisten vielleicht die Lieder, die Johann Sebastian Bach in seinen großen Werken verwendet hat. Etwa die Vertonung von Paul Gerhardts Choral "Ich steh an deiner Krippen hier" (256) aus dem Weihnachtsoratorium, die schon bisher im Gotteslob stand. Oder das neu aufgenommene Psalmlied "Befiehl du deine Wege" (418), das Bach in die Matthäuspassion aufgenommen hat. Übrigens zeigen Lieder wie diese, dass die Musik für die Ökumene eine Vorreiterrolle gespielt hat: Welcher Katholik freut sich nicht an Bach und Paul Gerhardt in der Kirche – und welcher Protestant singt nicht gerne unser "katholisches" "Großer Gott, wir loben dich" mit!
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13.10.2013 02:00 Mein Lieblingslied im neuen Gotteslob ist "Beim letzten Abendmahle" (282). Ich mag dieses Lied, weil in ihm die zentrale Botschaft des Christentums in einfachen und ansprechenden Worten dargestellt ist.
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06.10.2013 02:00 Meine liebsten Kirchenlieder aus dem neuen Gotteslob sind "Erde, singe, dass es klinge" (411) und "Großer Gott, wir loben Dich" (380). Besonders liebe und schätze ich die älteren Kirchenlieder. Zwischen den beiden Liedern kann ich mich nicht entscheiden. Als kleines Mädchen jeden Sonntag in der ersten oder zweiten Reihe rechts in der Günzburger Frauenkirche zu sitzen, war für mich immer ein Ereignis. Besonders, wenn die große romantische Orgel erklang und alle sangen, war für mich die Verbindung zum lieben Gott am stärksten, und ich habe stets aus voller Brust mit eingestimmt. Diese beiden Lieder haben in mir durch ihre Festlichkeit und schönen Melodien ein besonders schönes positives Gefühl hervorgerufen.
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