05.01.2014 01:00

Ihre Bitte, Ihnen mein liebstes Kirchenlied zu benennen, bringt mich in Verlegenheit. Zu viele Kirchenlieder sind mir in meinem langen Leben ans Herz gewachsen. Vom Lied, das wir als Erstkommunikanten sangen: "Beim letzten Abendmale" über die Lieder, die uns durch das Kirchenjahr begleiten, zu Weihnachten, zu Ostern, zu Pfingsten. Im Mai: "Maria breit‘ den Mantel aus". Aber wenn es denn nur eines sein soll, dann: "Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen" (405) von Martin Rinckart mitten im 30-jährigen Krieg verfasst. Dieses Lied kann einen durch das ganze Leben begleiten, vom Mutterleib und Kindesbeinen an bis zum Grab und der Hoffnung auf die Auferstehung. Es bittet um Frieden, um ein fröhliches Herz und um Erlösung von aller Not. Es spricht Herz, Mund und Hände an und den dreieinigen Gott. Es ist wohl ein unseren ganzen Glauben umfassendes Lied und darum ist es mein liebstes Kirchenlied.

Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung

Lied zum Anhören:

"Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen" (405)