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Heilige des Tages
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18. September

Foto (1926): Bundesarchiv, Bild 102-00241/Ferdinand Neumann (CC-BY-SA 3.0)
Foto (1926): Bundesarchiv, Bild 102-00241/Ferdinand Neumann (CC-BY-SA 3.0)

RESL VON KONNERSREUTH

Dulderin

Namensdeutung: von der Insel Thera stammend (griech.)

Namenstage: Therese, Theresia, Teresa, Resa, Resi, Resl, Tessa, Thea

Gedenktag: 18. September

Lebensdaten: geboren am 9. April 1898 in Konnersreuth/Oberpfalz, gestorben am 18. September 1962 ebendort

Lebensgeschichte: Therese Neumann war das älteste von elf Kindern einer Schneiderfamilie und ging mit 14 Jahren als Magd zu einem verwandten Großbauern. Nach einem verheerenden Scheunenbrand 1918 erkrankte sie nach und nach bis zum völligen Zusammenbruch. Blind und gelähmt, zeitweise taub und von Epilepsieanfällen geschüttelt, war sie ein Pflegefall geworden. Am 29. April 1923, dem Tag, an dem Therese von Lisieux seliggesprochen wurde, war Resl plötzlich von ihrer Blindheit geheilt, zwei Jahre später, am 17. Mai 1925, dem Tag ihrer Heiligsprechung, verschwanden auch die Lähmungen und Krämpfe, und am Todestag der Heiligen im September desselben Jahres war Resl wieder völlig hergestellt. In der Nacht vom 4. auf den 5. März 1926 hatte Resl die erste Vision vom Leiden und Sterben Christi – knapp 700 solcher Erlebnisse sollten bis zu ihrem Tod folgen. In dieser Nacht zeigte sich zum ersten Mal die Seitenwunde Jesu an ihrem Körper. Ab Oktober 1926 nahm sie bis auf den täglichen Empfang der heiligen Kommunion keine Nahrung zu sich. Nach und nach bildeten sich Wunden am Kopf und an den Händen, und jeden Karfreitag blutete sie aus Händen und Augen und fiel in einen todesähnlichen Schlaf, der bis zum Ostermorgen dauerte. Resl soll auch auf Aramäisch gesprochen haben, der Sprache Jesu. Viele hielten Therese Neumann für eine Schwindlerin und verspotteten die Menschen als „wundersüchtig“. So auch der Publizist Fritz Gerlich, der 1927 eigens nach Konnersreuth reiste, um „dem Schwindel auf die Spur zu kommen“. Er wurde nach seiner Rückkehr katholisch und aus seinen Glaubensüberzeugungen heraus zu einem der schärfsten Hitler-Widersacher. Auch der anfangs skeptische Kapuzinerpater Ingbert Naab war von der Integrität der Resl überzeugt und gehörte wie Gerlich als Mitglied des „Konnersreuther Kreises“ zum Widerstand gegen die Nazis. Freilich hat es auch an Kritikern und bleibend Skeptischen bis heute nicht gefehlt. Auf Resls Initiative wurde 1955 das Kloster der Salesianeroblaten mit dem Spätberufenenseminar Fockenfeld in der unmittelbaren Nachbarschaft von Konnersreuth eröffnet. 1962 starb sie in den Armen ihrer Schwester Maria.

Verehrung: 1963 ging ein Wunsch der Resl in Erfüllung: Marienschwestern vom Karmel bezogen das Kloster Theresianum in Konnersreuth und widmen sich seitdem neben der Führung eines Altenheims und Kindergartens der ewigen Anbetung. Sie betreuen auch die rund 50.000 Wallfahrer, die jährlich ans Grab der Mystikerin kommen. 2005 erreichte der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller das Nihil obstat seitens der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren in Rom und eröffnete den Seligsprechungsprozess.

 

Weitere Heilige des Tages:

Josef von Copertino, Ordensmann, Mystiker
Lambert, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer