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Heilige des Tages
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18. November

Heilige:  PHILIPPINE DUCHESNE

Mosaik in der Cathedral Basilica von St. Louis. Foto: Andrew Balet (CC BY 2.5)
Mosaik in der Cathedral Basilica von St. Louis. Foto: Andrew Balet (CC BY 2.5)

PHILIPPINE DUCHESNE

Ordensfrau, Gründerin, Missionarin

Namensdeutung: Pferdefreundin (griech.)

Namenstage: Philippine, Philippa, Phillis, Filipa, Felipa, Pippa, männl.: Philipp

Gedenktag: 18. November

Lebensdaten: geboren am 29. August 1769 in Grenoble, gestorben am 18. November 1852 in St. Charles, Missouri

Lebensgeschichte: Rose-Philippine Duchesne stammte aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie von Juristen und Politikern und ging im elitären Visitantinnenkloster Sainte-Marie-d’en-Haut bei Grenoble zur Schule. Als sie begann, sich für das Ordensleben der Salesianerinnen zu interessieren, nahm sie ihr Vater von der Schule und ließ sie zu Hause unterrichten. 1788 trat sie heimlich in das Heimsuchungskloster ein und blieb dort bis zu dessen Schließung 1792. Die Jahre des französischen Revolutionsterrors verbrachte sie in einem Landhaus ihrer Familie und mit der Sorge um Gefangene. 1801 erwarb sie die heruntergekommenen Klostergebäude und versuchte, das Ordensleben weiterzuführen, doch nur drei Mitschwestern fanden sich dazu bereit. Daraufhin stellte sie auf Vermittlung des Jesuiten Joseph Varin die Gebäude den Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen Jesu zur Verfügung. Duchesne wurde zur engsten Vertrauten der Gründerin Madeleine-Sophie Barat und eröffnete 1815 auf ihr Geheiß einen Konvent in Paris. Als 1817 Bischof William Dubourg von Louisiana diesen Konvent besuchte und um die Entsendung von Ordensfrauen für die Erziehung französischer und indianischer Kinder bat, hatte ihre Stunde geschlagen. Sie reiste mit vier Schwestern nach Amerika und ließ sich schließlich in St. Charles in Missouri nieder, wo die Ordensfrauen einen ersten Konvent mit Mädchenpensionat errichteten. Bis 1828 waren daraus sechs Niederlassungen geworden, wobei die Ordensfrauen häufig mit dem Jesuitenorden bei der Seelsorge kooperierten. 1841 begleitete die inzwischen 70jährige Superiorin eine Jesuitenmission bei den Potawatomi in Kansas. Sie blieb ein Jahr bei den Indianern, die sie Quahkahkanumad nannten: die Frau, die immer betet. Die letzten zehn Jahre ihres Lebens verbrachte Philippine Duchesne als einfache Ordensfrau im Konvent von St. Charles in einem kleinen Raum bei der Kapelle. Sie starb mit 83 Jahren.

Verehrung: Philippine Duchesne wurde drei Jahre nach ihrem Tod in die Krypta des Konvents umgebettet. 1895 eingeleitet, kam ihr Seligsprechungsprozess 1940 durch Papst Pius XII. feierlich zum Abschluss. 1988 wurde sie von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

 

Weitere Heilige und Feste des Tages: 

Odo von Cluny, Abt
Romanus von Caesarea, Märtyrer
Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom