01:21:57
01:21:57
Heilige des Tages
01:21:57

23. März

Heilige:  REBEKKA AR RAYÈS

Rebekka auf dem Krankenlager kurz vor ihrem Tod
Rebekka auf dem Krankenlager kurz vor ihrem Tod

REBEKKA AR RAYÈS

Ordensfrau

Namensdeutung: die Bestrickende (hebr.)

Namenstage: Rebekka, Rebecca, Becky, Rivka, Rafka

Gedenktag: 23. März

Lebensdaten: geboren am 29. Juni 1832 in Himlaya bei Beirut, gestorben am 23. März 1914 in Al Dahr, Libanon

Lebensgeschichte: Boutrossieh – zu Deutsch Petra – verlor mit sieben Jahren ihre Mutter und wurde mit zehn Jahren von ihrem Vater als Hausmädchen zu einer maronitischen Familie nach Damaskus gegeben. Bei ihrer Rückkehr mit knapp 15 Jahren hatte ihr Vater erneut geheiratet und wollte auch sie verheiraten, doch als die Familie sich auf keinen Bräutigam einigen konnte und weil sie ohnehin nicht heiraten wollte, suchte Boutrossieh Zuflucht im Kloster St. Maria bei den Miriam-Schwestern, setzte gegen ihre Familie diesen Entschluss durch und nahm dort den Ordensnamen Anissa (Agnes) an.
Die Unruhen und der Bürgerkrieg mit religiösen Hintergründen im Libanon führten 1860 zum Massaker der Drusen an fast 8.000 Christen; Anissa gelang die Rettung eines Kindes, das sie unter ihren Kleidern versteckte. 1862 legte sie ihre ersten Gelübde ab, arbeitete als Köchin im Seminar von Ghazir und gründete 1863 eine Mädchenschule, die sie sieben Jahre lang leitete.
1871 wurde ihre Kongregation aufgelöst. Eine Vision führte sie zum maronitischen Simonskloster von Aito im Norden des Landes, wo sie 1873 ihre feierlichen Gelübde ablegte und den Namen ihrer Mutter, Rafqa (Rebekka), als Ordensnamen wählte.
13 Jahre später bat sie Gott um die Gnade, am erlösenden Leiden Jesu Christi teilzuhaben. Sie litt in der Folge unter heftigen Augen- und Kopfschmerzen und wurde zudem von großen seelischen Schmerzen geplagt. Dennoch verließ sie 1897 zusammen mit sechs weiteren Nonnen das Kloster für eine neue Gründung, wo sie die niedrigsten Dienste in Demut übernahm.
1899 erblindete sie und konnte wegen einer vollständigen Lähmung nur noch auf der Seite liegen. Sie starb am 23. März 1914. Sofort wurden Wunder an ihrem Grab beobachtet.

Verehrung: Schon kurz nach ihrem Tod wurde ihr Grab von vielen Wallfahrern besucht. 1985 wurde sie selig- und 2001 von Papst Johannes Paul II. als erste Libanesin heiliggesprochen.

 

Weitere Heilige des Tages:

Merbod von Bregenz, Mönch, Einsiedler
Toribio Alfonso de Mongrovejo, Erzbischof