RAIMUND VON PEÑAFORT

Ordensgeneral
Namensdeutung: Rat und Schutz (germ.-althochdt.)
Namenstage: Raimund, Raymund, Raymond, Ray, Ramón, weibl.: Raimunda, Ramona
Gedenktag: 7. Januar

Lebensdaten: geboren um 1175 auf Schloss Peñafort bei Barcelona, gestorben am 6. Januar 1275 in Barcelona

Lebensgeschichte und Bedeutung: Der hochadlige Raimund war mit den Grafen von Barcelona und den Königen von Aragon verwandt und wurde nach Studien in Barcelona und Bologna zu einem der angesehensten Rechtsgelehrten, dessen Lehrbücher in ganz Europa gelesen wurden.
Nach einer Begegnung mit den Predigerbrüdern des neugegründeten Dominikanerordens schloss er sich diesen 1222 an und brachte seine juristischen Kenntnisse sofort in die Verfassung des Mercedarierordens sowie in die Ordensausbildung ein. 1230 berief ihn Papst Gregor IX. nach Rom, wo er Raimund die Gesamtheit der kirchlichen Gesetzestexte überarbeiten ließ und das vollendete Werk zum alleingültigen erklärte. Auf Raimunds Anregung soll auch die Summa Theologica des hl. Thomas von Aquin zurückgehen. 1238 wurde er der dritte Ordensgeneral der Dominikaner und unterzog in seiner dreijährigen Amtszeit die Ordensregeln ebenfalls einer strengen Prüfung. Unter seinen zahlreichen Schriften waren besonders seine Anweisungen für Beichtväter einflussreich. Zur Bekehrung der Juden und Muslime führte er im Orden das Erlernen orientalischer Sprachen ein.
Raimund lehnte den Bischofsstuhl von Tarragona ab und wirkte als Beichtvater des Königs Jakob I. von Aragon. Mit etwa 100 Jahren starb er am 6. Januar 1275 in Barcelona. 

Legende: Als Raimund sein königliches Beichtkind wegen dessen Lebenswandel tadelte, dieser aber nicht folgte, kündigte Raimund an, ihn zu verlassen. König Jakob I. verbot bei Todesstrafe, Raimund mit dem Schiff übers Meer zu fahren. Da legte dieser seinen Mantel aufs Wasser, machte das Kreuzzeichen darüber und segelte fort.

Verehrung: Raimund liegt in einer eigenen Kapelle der Kathedrale Santa Eulalia in Barcelona begraben und wird in Katalonien und im Dominikanerorden bis heute sehr verehrt. 1601 wurde er heiliggesprochen.

Darstellung: als Dominikanermönch lesend oder lehrend, auf seinem Mantel über das Meer gleitend

Patron: von Barcelona und der Kirchenrechtler, der Rechtsanwälte und Staatsanwälte

 

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