AGNES

Märtyrin
Namensdeutung: die Keusche, die Reine (griech.), auch von lat. „Agnus – das Lamm“ abgeleitet
Namenstage: Agnes, Agneta, Anessa, Agnieszka, Ines
Gedenktag: 21. Januar

Lebensdaten: geboren 237/291, gestorben 250/304 in Rom

Lebensgeschichte und Legende: Die vornehme Römerin Agnes war von außergewöhnlicher Schönheit und hatte mit ihren zwölf Jahren bereits zahlreiche Verehrer, die sie jedoch alle abwies. Auch als der Stadtpräfekt für seinen Sohn um ihre Hand anhielt, lehnte sie ab. Sie sei bereits verlobt – mit Jesus Christus.
Da die Hinrichtung von Jungfrauen ungesetzlich war, ließ der Stadtpräfekt sie nackt ausziehen und in ein Bordell stecken. Sogleich bedeckten sie ihre Haare vollständiger als jeder Mantel. Als der Sohn des Präfekten sie zu schänden versuchte, fiel er tot um. Agnes erweckte ihn durch ihr Gebet wieder zum Leben, worauf sie aber der Hexerei bezichtigt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Die Flammen jedoch loderten nur um Agnes herum. Zuletzt stieß ihr ein Soldat ein Schwert in den Hals, und sie starb wie ein Lamm.

Verehrung/Brauchtum: Agnes’ Martyrium ist seit 354 bezeugt, sie wird im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt. Am Ort ihres Martyriums erhebt sich heute die Kirche Sant’Agnese in Agone an der Piazza Navona.
Bestattet wurde Agnes aber auf dem römischen Friedhof an der Via Nomentana, über dem man die Kirche Sant’Agnese fuori le mura errichtete, die bis heute ihre Reliquien birgt. Jeden 21. Januar werden dort zwei Lämmer gesegnet, aus deren Wolle die Pallien (weiße Wollstreifen, die mit sechs schwarzen Kreuzen bestickt und um die Schulter gelegt werden) für die Erzbischöfe gewoben werden.

Darstellung: mit ganz langen Haaren, die ihren Körper einhüllen, bei ihrem Martyrium auf dem Scheiterhaufen, mit einem Lamm

Patronin: der Jungfrauen, Gärtner, Verlobten und Kinder, für die Keuschheit

Weitere Heilige des Tages:

Josepha Maria von der hl. Agnes, Mystikerin