ALIX LE CLERC

Ordensgründerin
Namensdeutung: von edler Gestalt (althochdeutsch)
Namenstage: Alix, Alice, Adelheid, Adélaïde, Adelaide, Alida, Heide, Elke, Ethel, Alicia, Aleida, Adeline, Alissa, Alessia, Adele
Gedenktag: 9. Januar

Lebensdaten: geboren am 2. Februar 1576 in Remiremont (Vogesen), gestorben am 9. Januar 1622 in Nancy

Lebensgeschichte: Alix war die Tochter eines angesehenen Kaufmanns, Schöffen und Bürgermeisters, der seine Tochter gerne adelig verheiratet hätte, weswegen sie viel auf Gesellschaften und Bällen zu sehen war. Mit 17 Jahren erkrankte sie schwer und legte nach der Lektüre religiöser Bücher eine Generalbeichte ab. Diese Bekehrung blieb jedoch folgenlos, weil kein Priester sie weiter anleitete.

Im Dorf Hymont, wohin sich ihr Vater aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte, lebte sie ihr Leben kleiner Vergnügungen weiter, aus dem sie richtungsweisende Träume und besonders die Begegnung mit dem Augustiner-Chorherrn Pierre Fourier rissen, dem Pfarrer ihres Sprengels Mattaincourt. Alix entsagte allen weltlichen Freuden und begann in der Weihnachtsnacht 1597 mit dem Segen des zuerst widerstrebenden Fourier zusammen mit drei Gefährtinnen das gemeinsame Leben mit dem Gelübde der Mädchenerziehung.

Vor dem Gerede, das besonders der Vater fürchtete, nahmen sie die Kanonikerinnen des adeligen Damenstifts in Poussay in Schutz, wo 1598 die Gründung der ersten Schule für arme Mädchen erfolgte. Nach der Gründung weiterer Schulen mit Unterstützung der adeligen Damen und durch das rührige Treiben Fouriers wurde 1603 die Kongregation der seligen Jungfrau Maria durch den Kardinal Charles de Lorraine genehmigt. 1616 wurde als erstes das Kloster von Nancy päpstlich bestätigt, das Alix fortan als Mutter Theresia von Jesus leitete.

Bis zu ihrem Tod mit 45 Jahren waren zehn Niederlassungen entstanden. Bis zur Französischen Revolution gehörten 84 Klöster mit 4000 Augustiner-Chorfrauen zur Kongregation.

Verehrung: Mutter Theresa von Jesus wurde in einem bleiernen Sarg auf dem Klosterfriedhof von Nancy bestattet. Ihre bald angestrengte Seligsprechung wurde verschleppt und schließlich durch das Verschwinden ihres Grabes während der Französischen Revolution unterbrochen. Die Bischöfe von Saint-Dié und Nancy erreichten Ende des 19. Jahrhunderts die Wiederaufnahme des Prozesses, der trotz der verschwundenen Gebeine 1947 erfolgreich zum Abschluss kam – zum 50. Jubiläum der Heiligsprechung Pierre Fouriers. 1950 fand sich beim Umbau eines Kellers in einen Jazzclub der Sarg wieder, der in der Kapelle des ordenseigenen Gymnasiums aufbewahrt wurde, bis die Gebeine 2007 feierlich in die Kathedrale von Nancy übertragen wurden.

  

Weitere Heilige des Tages:
Adrian, Abt
Julian von Antinoë, Wohltäter, Märtyrer