AMBROSIUS VON MAILAND

Bischof, Kirchenvater
Namensdeutung: der Unsterbliche (griech., abgeleitet von der Götterspeise Ambrosia)
Namenstage: Ambrosius, Ambros, Ambrose, Ambroise, Ambrogio, Brasch, weibl.: Ambrosia
Gedenktag: 7. Dezember

Lebensdaten: geboren 339 in Trier, gestorben am 4. April 397 in Mailand

Lebensgeschichte: Ambrosius kam als Sohn des römischen Präfekten von Gallien in Trier zur Welt. Er erhielt in Rom eine hervorragende Ausbildung, vor allem seine Griechischkenntnisse waren herausragend. Ambrosius machte Karriere als Spitzenbeamter, unter anderem als Berater des Präfekten von Sirmium im heutigen Serbien. Von dort wurde er nach Mailand versetzt, der Hauptstadt der Provinz Liguria Aemilia, wo gerade ein Streit zwischen den Anhängern des Dreifaltigkeitsglaubens (Trinitarier) und den Arianern wegen der Bischofsnachfolge tobte. Als Ambrosius als zuständiger Beamter den Konflikt zu schlichten versuchte und dabei recht konziliant auftrat, soll ein Kind ausgerufen haben: „Ambrosius Bischof!“ Von der anwesenden Menge akklamiert, wurde er – wiewohl erst Taufbewerber – zum Bischof gewählt. Er widmete sich mit Feuereifer theologischen Studien, um seiner neuen Aufgabe gerecht zu werden, wobei er allerdings viele Erwartungen enttäuschte, als er energisch die Konzilsbeschlüsse von Nicaea durchzusetzen begann. Dies musste auch die Kaiserinmutter Justina spüren, die vergeblich um einen Kirchenraum für ihre arianische Gemeinde gebeten hatte. Durch die öffentliche Buße, die er später Theodosius auferlegte, setzte er einen noch nie dagewesenen Maßstab: „Der Kaiser ist in der Kirche, nicht über der Kirche.“ Ambrosius beeinflusste nachhaltig die Liturgie und war trotz mancher Härten Andersgläubigen gegenüber ein großer Beter und Prediger. Augustinus fand durch ihn zum Glauben, und dessen Mutter Monika war er ein wohlwollender Freund. Auch den Armen, Schwachen und sogar den Sklaven gab er in seinen Predigten eine Stimme. Neben seinen Predigten sowie Hymnen und Gesängen sind zahlreiche Bibelauslegungen von ihm erhalten, wobei Ambrosius sich große Verdienste bei der Übertragung griechischer Theologie ins Lateinische erwarb. Er starb am Karfreitag des Jahres 397. Sein Gedenktag am 7. Dezember ist der Tag seiner Bischofsweihe.

Legende: Der Legende nach flößten Bienen Ambrosius Honig in der Wiege ein. Daher rührt die „honigsüße“ Sprache, die seine Gedichte und Hymnen auszeichnet. Die Bienen symbolisieren auch seinen Fleiß.

Verehrung: Bis heute wird sein Grab in der Mailänder Basilika Sant’Ambrogio rege besucht. Seit 1295 wird er auch als Kirchenvater verehrt.

Darstellung: als Bischof mit Bienenkorb, Buch oder Geißel, als einer der vier westlichen Kirchenväter mit Augustinus, Gregor dem Großen und Hieronymus

Patron: von Mailand und Bologna, der Imker und Wachszieher

 

Weitere Heilige des Tages:

Fara, Äbtissin
Gerald von Ostia, Bischof
Maria Josepha Rossello, Ordensgründerin