ARNOLD VON ARNOLDSWEILER

Wohltäter
Namensdeutung: wie ein Adler waltend (althochdeutsch)
Namenstage: Arnold, Arndt, Arne, Arno, Arnauld, Arnald, Arnie, weibl.: Arna
Gedenktag: 18. Juli

Lebensdaten: gestorben nach 800 in Düren-Arnoldsweiler

Lebensgeschichte und Legende: Arnold, je nach Lesart aus Griechenland (Graecia) oder aus Graz (Graetia) stammend, war der Überlieferung nach Sänger und Harfenspieler am Hof Karls des Großen und stand sehr in dessen Gunst.

Als er im Gefolge des Kaisers durch den herrschaftlichen Bürgewald ritt, von dem die Bauern kein Holz zu nehmen wagten und deswegen Hunger litten, erbat er sich vom Monarchen so viel Wald, wie er während einer Rast umreiten könne. Der Kaiser gewährte ihm die Bitte und ordnete eine Pause an, doch Arnold hatte listigerweise für frische Pferde an jeder Ecke des Waldes gesorgt, so dass er ihn in Windeseile ganz umreiten konnte.

Karl der Große hielt sein Versprechen: Arnold erhielt den Hambacher Forst mit seinen 20 Dörfern, schenkte ihn den Bewohnern weiter und lebte selber dort bis zu seinem Tod. Begraben wurde er in Ginnizweiler, das später nach ihm Arnoldsweiler hieß.

Verehrung/Brauchtum: Die Verehrung Arnolds steht in Zusammenhang mit der Kaiser Karls, der 1165 heiliggesprochen wurde: 1168 taucht zum ersten Mal der Ortsname „Weiler des heiligen Arnold“ (wilre sancti Arnoldi) auf. Seine Lebensgeschichte stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1886 wurde sein Kult für das Erzbistum Köln anerkannt, im Bistum Aachen wird er mit einem Gedenktag geehrt. Die Arnoldusoktav, die ab 1891 um den 18. Juli herum gefeiert wurde, existiert noch heute als (verkürzte) Arnolduswoche der Region Düren und der Bürgewaldgemeinden.

Darstellung: als Ritter mit Harfe oder Zither

Patron: der Musiker, Organisten und Instrumentenbauer, Helfer für einen guten Tod

 

Weitere Heilige des Tages:
Arnulf von Metz, Bischof
Answer, Abt, Märtyrer
Bruno von Asti, Bischof, Abt