ATHANASIUS DER GROSSE

Patriarch, Kirchenlehrer
Namensdeutung: der Unsterbliche (griech.)
Namenstage: Athanasius, Atanas, Atanasy, Atanasje, Tanush, Thanasis, Sakis, Thanos, Nasos, Afanassi, weibl.: Athanasia
Gedenktag: 2. Mai

Lebensdaten: geboren 295 in Alexandria, gestorben am 2. Mai 373 ebendort

Lebensgeschichte: Der hochgebildete Athanasius stammte aus einer bereits christlichen Familie, hatte noch die Zeit der Verfolgungen gekannt und pflegte Kontakte zu den Mönchsvätern in der Thebäischen Wüste. 318 wurde er Diakon des Patriarchen Alexander von Alexandrien und begleitete ihn 325 zum Konzil von Nizäa, das ganz im Zeichen der Bekämpfung des Arianismus stand: Gegen die Irrlehre, derzufolge Jesus letztlich nur ein Geschöpf wäre, hielt das Konzil die Wesensgleichheit Christi, des Sohnes Gottes, mit dem Vater fest.

328 wurde er selber Patriarch von Alexandrien und geriet wegen seiner entschiedenen Gegnerschaft zum Arianismus in kirchliche und politische Schwierigkeiten: Weil unzählige Bischöfe und auch der Kaiser der Irrlehre anhingen, Athanasius aber im rechten Glauben keine Kompromisse kannte, wurde er mehrfach abgesetzt, vertrieben und verbannt. Insgesamt 17 Jahre seiner Amtszeit verbrachte er im Exil, das ihn unter anderem nach Rom und bis nach Trier führte.

Mit seinen zahlreichen Schriften wurde Athanasius zu einem bis heute einflussreichen Theologen, der unser Verständnis von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus sowie von der Einheit und Gleichheit von Vater und Sohn auch sprachlich geprägt hat. Unter seinen Werken ragt noch einmal die Vita des Mönchsvaters Antonius hervor, die entscheidend zur Verbreitung des Mönchtums beigetragen hat.

Er starb 373 in Alexandrien.

Verehrung: Gregor von Nazianz legte ihm den Ehrennamen „Säule der Kirche“ zu, und die Ostkirche hat ihn immer als Vater der Orthodoxie, des rechten Glaubens, verehrt. Die katholische Kirche erhob ihn erst 1568 zum Kirchenlehrer.

Darstellung: als Greis mit langem Bart, in bischöflichem Gewand mit Buch oder Schriftrolle

Patron: gegen Kopfschmerzen

 

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Josef Maria Rubio y Peralta, Ordenspriester