BERNADETTE SOUBIROUS

Seherin, Ordensfrau
Namensdeutung: die kleine Bärenstarke (althochdeutsch-franz.)
Namenstage: Bernadette, Bernadett, Bernada, Bernarda, Bernhardine, Bernarde, männl.: Bernhard, Bernard
Gedenktag: 16. April

Lebensdaten: geboren am 7. Januar 1844 in Lourdes, gestorben am 16. April 1879 in Nevers

Lebensgeschichte: Bernada Sobeirons war das älteste von sechs Kindern einer ärmlichen Müllerfamilie und wuchs in feuchten, baufälligen Häusern auf, weswegen sie dauerhaft an Asthma erkrankte. Sie war vollkommen ungebildet und sprach und verstand nur den örtlichen Dialekt Bigourdan.

Am 11. Februar 1858 begegnete ihr beim Holzsammeln nahe der Grotte Massabielle zum ersten Mal eine weißgekleidete Frau, die sie 18mal wieder traf, wobei „die Dame“ sie ansprach, sie dabei siezte und ihr unter anderem sagte: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen.“ Auf ihr Geheiß grub Bernadette eine Quelle aus, die sich sehr bald als heilkräftig erwies.

Als sie sich ihrem Pfarrer anvertraute und dieser Bernadette aufforderte, die Erscheinung nach ihrem Namen zu fragen, gab die Dame in Weiß zur Antwort: „Que soy era Immaculada Councepciou – Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“ Vier Jahre zuvor erst hatte Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis feierlich verkündet, wovon Bernadette unmöglich wissen konnte. Die Menschen fingen an, dem Mädchen zu glauben, und bald begleiteten sie an die 10.000 zur Grotte.

Am 18. Januar 1862 wurde die Marienerscheinung offiziell bestätigt. Für Bernadette war nun ein normales Leben kaum noch möglich. Schließlich trat sie 1866 mit dem Ordensnamen Marie-Bernard in das Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern in Nevers ein, wo sie es nicht gut hatte, weil ihre Novizenmeisterin und spätere Oberin sie für eine Schwindlerin hielt. Sie erkrankte an Knochentuberkulose, konnte ab Ende 1878 ihre „weiße Kapelle“, wie sie ihr Bett nannte, nicht mehr verlassen, und starb am 16. April 1879 mit nur 35 Jahren.

Verehrung: Bernadette wurde von Papst Pius XI. 1925 selig- und am 8. Dezember 1933, dem Hochfest Immaculata, heiliggesprochen. Ihr unverwester Leichnam wird in einem Glasschrein in der Kapelle des Klosters in Nevers verehrt. Reliquien befinden sich auch in Lourdes, wo jährlich bis zu einer Million Pilger aus aller Welt bei der Gottesmutter Hilfe suchen.

 

Weitere Heilige des Tages:
Benedikt Josef Labre, Pilger, Mystiker
Magnus von Orkney, Märtyrer