BONIFATIUS

Bischof, Glaubensbote in Deutschland, Märtyrer
Namensdeutung: der gutes Geschick Verheißende (lat.)
Namenstage: Bonifaz, Bonifatius, Bonifacio, Boniface, Bonus
Gedenktag: 5. Juni

Lebensdaten: geboren um 673 in Crediton, Wessex, gestorben am 5. Juni 754 bei Dokkum, Friesland

Lebensgeschichte: Der vornehme Wynfreth (Winfried) wurde im Kloster erzogen und mit 30 Jahren zum Priester geweiht. Er hatte als Gelehrter bereits einen hervorragenden Ruf, als er mit etwa 40 Jahren als Missionar auf dem Kontinent zu wirken begann.

Nach einer ersten, erfolglosen Missionsreise nach Friesland wandte er sich nach Rom, wo er von Papst Gregor II. den Auftrag bekam, in Germanien zu wirken. Wegen seiner Aussendung am Gedenktag des heiligen Bonifatius von Tarsus wurde er unter diesem Namen zum Glaubensboten Willibrord nach Friesland gesandt, von dem er sich allerdings bald wieder trennte, um im heutigen Hessen, Thüringen und Bayern zu missionieren.

Mit Unterstützung des Papstes, der ihn zum Missionserzbischof und päpstlichen Vikar ernannte, und besonders der eroberungsfreudigen fränkischen Hausmeier gründete Bonifatius zahlreiche Niederlassungen und Klöster. Die Bistümer Regensburg, Passau, Würzburg und Erfurt sowie Eichstätt gehen auf ihn zurück, bestehende Bistümer wie Freising und Salzburg ordnete er neu und unterstellte sie fester der römischen Autorität.

Bonifatius, der auffällig groß und wortgewaltig war, wurde 746 Bischof von Mainz und machte sich mit 80 Jahren erneut auf die Reise nach Friesland. Auf dem Weg zu einer christlichen Feier wurde er am 5. Juni 754 mit elf Begleitern bei Dokkum von heidnischen Räubern erschlagen.

Verehrung: Schon gleich nach seinem Tod setzte die große Verehrung für den „Apostel der Deutschen“ ein. Seinem Wunsch entsprechend fand er seine letzte Ruhestätte in seinem Lieblingskloster Fulda, wo über seinem Grab regelmäßig die Deutsche Bischofskonferenz zusammenkommt. Ebenso geht das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, das sich vor allem um die Förderung der Seelsorge in der Diaspora kümmert, auf den Missionar und Organisator der Kirche in Deutschland zurück.

Darstellung: in Bischofsgewändern, mit Kreuz, vom Dolch durchbohrten Buch, Kreuzstab oder Axt

Patron: des Bistums Fulda und Thüringens, der Bierbrauer und Schneider

 

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Meinwerk, Bischof