DANIELE COMBONI

Priester, Ordensgründer, Missionar, Bischof
Namensdeutung: Gott ist mein Richter (hebr.)
Namenstage: Daniel, Dan, Danny, Denny, Danilo, Daniele, weibl.: Daniela, Danielle
Gedenktag: 10. Oktober

Lebensdaten: geboren am 15. März 1831 in Limone sul Garda, gestorben am 10. Oktober 1881 in Khartum, Sudan

Lebensgeschichte: Daniele war das einzige überlebende von acht Kindern einer frommen Zitronenarbeiterfamilie und erhielt in der Schule des Priesters Nicola Mazza den Anstoß zur Afrikamission, der er sich 18jährig mit einem Gelübde verpflichtete. 1854 zum Priester geweiht, kaufte er in Ostafrika Kinder frei und brachte sie zur Erziehung nach Verona.
1864 entwarf er einen Plan zur Evangelisierung Zentralafrikas, der unter anderem die Verkündigung des Evangeliums durch Afrikaner und die Befreiung aus der Sklaverei festhielt. 1867 fand er Gelegenheit, Papst Pius IX. sein Programm vorzustellen, gründete in Verona eine Missionsgemeinschaft, aus der die „Söhne des Heiligsten Herzen Jesu“ hervorgingen, und eröffnete seine erste Niederlassung in Kairo. 1868 schlug er aus Treue zum Papst eine nationale Ehrung aus und bereiste halb Europa, um Förderung seiner Missionsvorhaben zu erhalten. Er nahm als Berater des Bischofs von Verona am Ersten Vatikanischen Konzil teil und erntete dort das Wohlwollen der Konzilsväter und des Papstes für seine Projekte. 1872 gründete er die Schwesterngemeinschaft der „Frommen Mütter für Afrika“, später „Comboni Missionsschwestern“ genannt.
Ein Jahr später reiste er selbst nach Khartum und wurde dort Bischof und Apostolischer Vikar für Zentralafrika. Unter schwierigsten Bedingungen bereiste er die von ihm ins Leben gerufenen Missionsstationen und traf sich mit den örtlichen Stammesführern, um über die Abschaffung der Sklaverei zu verhandeln. 1877 und 1878 verlor der heutige Sudan infolge von Naturkatastrophen und Hungersnot die Hälfte seiner Bevölkerung, darunter auch viele Mitarbeiter Combonis. Dazu kamen immer wieder Rückschritte und Schwierigkeiten, die man Comboni von Europa aus bereitete, wo seine Evangelisierungspläne auf Unverständnis stießen. Anfang Oktober 1881 wurde er von einem starkem Fieber befallen, dem er am 10. Oktober in Khartum erlag.

Verehrung: Daniele Comboni wurde 1996 selig- und 2003 heiliggesprochen. Sein Geburtshaus in Limone kann bis heute besichtigt werden. Die Ordensgemeinschaften der „Söhne des Heiligsten Herzens Jesu“ und der „Comboni Missionsschwestern“ haben über 4000 Mitglieder auf der ganzen Welt.

 

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