DIANA VON ANDALÒ

Klostergründerin
Namensdeutung: Glanz, Lichtschein (indogerm.-lat.)
Namenstage: Diana, Diane, Dina, Dianne
Gedenktag: 10. Juni

Lebensdaten: geboren 1201, gestorben am 10. Juni 1236 in Bologna

Lebensgeschichte: Diana von Andalò stammte ausgerechnet aus der adligen Familie der Carbonesi, die sich der Ansiedlung der Dominikaner in Bologna 1218 am meisten widersetzt hatte. Sie führte das ganz und gar weltliche Leben der Großgrundbesitzer, bis sie Reginald von St. Gilles begegnete, unter dessen Einfluss sie sich bekehrte und Dominikanerin zu werden wünschte.

1221 begegnete sie dem heiligen Dominikus und bat ihn um Mithilfe bei der Gründung eines Frauenklosters. Um ihrer Bitte zu entsprechen, ließ er die Arbeiten am Männerkonvent eigens unterbrechen. Währenddessen war Dianas Familie alles andere als begeistert über ihre Entscheidung, sich einem Bettelorden anzuschließen, und schloss sie zu Hause ein. Beim vergeblichen Versuch, sie mit Gewalt aus dem Augustinerinnenkloster von Ronzano zu zerren, wohin sie sich geflüchtet hatte, soll Diana sogar eine Rippe gebrochen worden sein.

1223 konnte mit Hilfe Jordans von Sachsen, des zweiten Ordensgenerals der Predigerbrüder, ihre Familie umgestimmt und das Kloster St. Agnes in Bologna errichtet werden, dem Diana bis zu ihrem Tod am 10. Juni 1236 als Priorin vorstand.

Sie war federführend bei der Anpassung der Ordensregel an die Bedürfnisse eines Frauenklosters tätig und führte mit Jordan von Sachsen eine der berühmtesten geistlichen Brieffreundschaften des Mittelalters.

Verehrung: Papst Leo XIII. bestätigte 1888 ihre Verehrung als Selige.

 

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