DOMINIKUS

Ordensgründer
Namensdeutung: dem Herrn gehörend (lat.)
Namenstage: Dominik, Dominic, Domnik, Domenico, Dominique, Domingo, weibl.: Dominique, Dominika
Gedenktag: 8. August

Lebensdaten: geboren um 1170 in Caleruega bei Burgos, gestorben am 6. August 1221 in Bologna

Lebensgeschichte: Domingo stammte aus wohlhabender Familie und kam mit fünf Jahren in die Obhut eines verwandten Priesters, der ihn unterrichtete. Mit 14 Jahren nahm er das Studium der Freien Künste in Palencia auf, dem sich das der Theologie anschloss. Während einer Hungersnot verkaufte er seine kostbaren Bücher, um Notleidenden zu helfen.
1196 Regularkanoniker an der Kathedrale von El Burgo de Osma geworden, reiste Dominikus Anfang des 13. Jahrhunderts mit seinem Bischof Diego de Acebo durch Südfrankreich, wo die Katharerbewegung der Kirche die ganze Bevölkerung abspenstig machte. Die Erfolge der Irrlehrer beruhten weniger auf ihrer leibfeindlichen, dualistischen Weltanschauung, als auf ihrem hohen Bildungsstand, ihrer straffen Organisation, der direkten Ansprache und dem asketischen Lebensstil – was Dominikus kurzerhand übernahm. Er gründete mit Bischof Diego eine Missionsstation nahe Toulouse und zog ab 1206 von dort aus im päpstlichen Auftrag und mit immer zahlreicher werdenden Begleitern durch die Städte und Dörfer. Sie lebten nur von Almosen, suchten die öffentliche Auseinandersetzung mit den Häretikern und predigten leidenschaftlich und überzeugend die Lehre der Kirche.
1215 gründete Dominikus in Toulouse den „Orden der Predigerbrüder“ und unterstellte ihn einer überarbeiteten Augustinus-Regel, in deren Mittelpunkt Armut und Studium festgeschrieben standen. 1216 bestätigt, verbreitete sich der Dominikanerorden rasend schnell in ganz Europa, zählte 1220 bereits an die 70 Konvente und war mit eigenen Professoren an den Universitäten von Paris und Bologna vertreten. Dominikus bereiste die Klostergründungen in Spanien, Frankreich und Italien und predigte selbst unermüdlich und mit großem Erfolg.
1221 starb er während einer Missionsreise in Bologna, wo das zweite Generalkapitel seines Ordens stattfand. Es wird erzählt, dass er im Bett eines Mitbruders starb, weil er kein eigenes hatte.

Verehrung: Dominikus wurde 1234 heiliggesprochen und ruht in der nach ihm benannten Basilika in Bologna.

Darstellung: im Dominikanerhabit mit Buch, Lilie, Stein, Sperling, Stab, Rosenkranz oder Stern, schwarzweißem Hund

Patron: der Dominikaner, der Provinz Burgos und des Bistums Osma-Soria, der Dominikanischen Republik, von Bologna, Madrid und Córdoba, der Schneider, Helfer gegen Hagel und Fieber

 

Weitere Heilige des Tages:

Altmann von Passau, Bischof
Mary MacKillop, Ordensgründerin