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DOROTHEA

Hans Baldung Grien, Das Blumenwunder der hl. Dorothea (Ausschnitt), 1516, Nationalgalerie, Prag
Hans Baldung Grien, Das Blumenwunder der hl. Dorothea (Ausschnitt), 1516, Nationalgalerie, Prag

Märtyrin

Namensdeutung: Geschenk Gottes (griech.)

Namenstage: Dorothea, Dorothee, Dorothy, Doreen, Dora, Doro, Doris, Dorita, Dörte, Theodora, Thea

Gedenktag: 6. Februar

Lebensdaten: geboren um 290 in Caesarea, heute Kayseri, Türkei, gestorben 305 ebendort

Lebensgeschichte und Legende: Dorothea wuchs in einer vornehmen Familie auf, die während der Christenverfolgungen von Rom nach Caesarea geflohen war. Als der römische Statthalter Apricius um sie warb und sie ihn ihres Glaubens wegen abwies, ließ er sie zuerst martern – sie wurde mit Öl verbrüht, in den Hungerkerker gesperrt, gegeißelt und mit Fackeln verbrannt – und schließlich enthaupten.
Auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung sagte sie: „Ich freue mich auf den Garten meines Herrn Jesus Christus, zu dem ich jetzt gehe, in dem ewig die Sonne scheint und ich Äpfel und Rosen pflücken werde. Dafür will ich gerne leiden.“ Ein Schreiber namens Theophilus, der ihre Worte gehört hatte, spottete, sie solle ihm doch solche Äpfel und Rosen zukommen lassen, wenn sie in diesem besonderen Land wäre. Dorothea versprach es, ohne auf seinen Spott zu achten. Dann kniete sie sich vor dem Scharfrichter nieder. Genau in dem Moment, da dieser ihr den Kopf abschlug, kam ein Kind auf Theophilus zu und übergab ihm – mitten im Winter – einen Korb schönster Äpfel und Rosen. Der Schreiber erschrak, sank auf die Knie und bereute seinen Spott zutiefst. Er bekehrte sich und ließ sich taufen. Auch er musste später den Märtyrertod sterben.

Verehrung/Brauchtum: Die Nothelferin Dorothea gehört mit Katharina, Barbara und Margareta zu den verehrtesten jungfräulichen Märtyrinnen. Ihre Reliquien werden in Rom, Bologna und Breslau verehrt. In Cheb/Tschechien zogen früher Schulkinder am Dorotheentag singend durch die Straßen und erhielten dafür kleine Geschenke.

Darstellung: mit einem Korb Rosen und/oder Äpfeln dargestellt, häufig auch mit den „drei heiligen Madln“ und der Gottesmutter, mit einem Blumenkranz um den Kopf

Patronin: der Gärtner, Blumenhändler, Bergleute, Bierbrauer, Bräute, Jungverheirateten, Wöchnerinnen; Helferin bei Geburtswehen, Armut, Todesnot und falschen Anschuldigungen

 

Weitere Heilige des Tages:

Maria Theresia Bonzel, Ordensgründerin
Paul Miki und Gefährten, Märtyrer
Xenia, Einsiedlerin, Pilgerin