EDELTRAUD

Äbtissin
Namensdeutung: edle Kraft (althochdeutsch)
Namenstage: Edeltraud, Adeltraud, Etheldred, Audrey, Ediltrude
Gedenktag: 23. Juni

Lebensdaten: geboren 635 in Exning, gestorben am 23. Juni 679 in Ely

Lebensgeschichte: Æthelthryth war die Tochter des Königs von Ostanglien und wurde um 652 mit dem benachbarten Stammesfürsten Tondberct verheiratet, von dem sie die Sumpfinsel Ely als Morgengabe erhielt. Weil sie Jungfräulichkeit gelobt hatte, führten sie eine Josefsehe.

Nach Tondbercts Tod 655 zog sie sich nach Ely zurück, bis sie gezwungen wurde, den erst 15jährigen Königssohn Ecgfrith von Northumbrien zu heiraten. Nachdem ihr Mann den Thron bestiegen hatte und auf Vollzug ihrer Ehe drängte, wandte Æthelthryth sich an Bischof Wilfrith von York, der sie als Nonne ans Kloster Coldingham vermittelte.

673 gründete sie selber ein Doppelkloster auf Ely, das sie bis zu ihrem Tod am 23. Juni 679 als Äbtissin leitete.

Verehrung: Ihre Schwester und Nachfolgerin als Äbtissin ließ 695 ihren unverwesten Leichnam erheben, und ihr marmornes Grab war bis zur Reformationszeit ein vielbesuchter Wallfahrtsort, an dem Blinde ihr Augenlicht wiedererlangen konnten. Ihr Patronat gegen Halsleiden geht auf ihr eigenes Halsgeschwür zurück, das Æthelthryth dem Schmuck zu verdanken glaubte, den sie in ihrer Jugend getragen hatte.

Darstellung: als Äbtissin mit Jesuskind, Blütenzweig, Quelle, Teufel oder Buch

Patronin: gegen Augen- und Halsleiden

  

Weitere Heilige des Tages:
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Peter Friedhofen, Ordensgründer