ELISABETH UND ZACHARIAS

Eltern Johannes’ des Täufers
Namensdeutung: Elisabeth: Gott schwört (hebr.), vielleicht auch Haus des Elija (hebr.); Zacharias: Der Herr hat sich erinnert (hebr.)
Namenstage: Elisabeth, Elisa, Ella, Elsa, Elsbeth, Lisbeth, Sabeth, Bettina, Lisa, Isabell, Ilse, Lily, Sissi; Zacharias, Sacharja, Zachäus, Zac, Zach
Gedenktag: 23. September

Lebensgeschichte: Elisabeth stammte aus dem Geschlecht Aarons und war mit dem Priester Zacharias verheiratet. Die beiden führten ein rechtschaffenes, gottesfürchtiges Leben. Doch es wollte sich kein Nachwuchs einstellen, was damals als Zeichen dafür galt, dass Gott sich abgewandt hatte. Sooft Zacharias Tempeldienst hatte und im Heiligtum seine Gebete verrichtete, bat er Gott um dieses Geschenk. Mittlerweile waren beide schon sehr betagt, als Zacharias wieder einmal im Tempel betete. Da erschien ihm der Erzengel Gabriel, der ihm die Geburt eines Sohnes verhieß. Er sollte der Wegbereiter des Messias werden und Johannes heißen. Zacharias konnte nicht glauben, was er hörte, was zur Folge hatte, dass er stumm wurde. Kurz darauf wurde Elisabeth tatsächlich schwanger. Nach etwa sechs Monaten bekam sie Besuch von ihrer Verwandten Maria, der zwischenzeitlich ebenfalls der Engel erschienen war und ihr die Empfängnis des Gottessohnes durch den Heiligen Geist verheißen hatte. Als die beiden Frauen sich begrüßten, hüpfte das Kind in Elisabeths Leib, und sie erkannte, wen sie vor sich hatte. Sie sprach: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,44). Nach diesem Gruß, der ins Ave Maria eingegangen ist, brach Maria in ihr Magnifikat aus. Maria blieb bei Elisabeth und half ihr im Haus und die Geburt vorzubereiten. Als Elisabeth von einem Sohn entbunden wurde, kamen die Nachbarn und Freunde, und als bei der Beschneidung am achten Tag nach dem Namen des Kindes gefragt wurde, waren alle erstaunt, dass es Johannes heißen sollte, obwohl der Name in der Familie ganz unüblich war. Doch Zacharias bestätigte die Namensgebung auf einem Schreibtäfelchen, und augenblicklich konnte er wieder sprechen und lobte und pries Gott mit prophetischen Worten. Mehr ist über das Leben der Eltern Johannes’ des Täufers nicht bekannt. Eine Schrift aus dem 3. Jahrhundert berichtet noch, dass Zacharias im Tempel getötet wurde.

Verehrung: Seit dem 28. Oktober 415 ist die Verehrung Zacharias’ in Konstantinopel durch eine Kirchenweihe greifbar. Ein Teil seines Hauptes wird in der Lateranbasilika in Rom verehrt. Dort feiert man sein Gedenken am 6. November. Auch im Stift Stams wird ein Kopfreliquiar verehrt. Zacharias’ Lobgesang (Lk 1,68–79), nachdem er seine Stimme wiedergefunden hatte, ist als Benedictus Bestandteil der Laudes, des Morgengebets der Kirche.

Darstellung: Zacharias: als Priester mit Weihrauchfass, Schrifttafel, oder bei seiner Ermordung; Elisabeth: bei der Heimsuchung Mariens

Patronin: der Brettschneider

 

Weitere Heilige des Tages:

Guido Maria Conforti, Bischof, Ordensgründer
Padre Pio, Ordenspriester, Mystiker