ELISABETH VON DER DREIFALTIGKEIT

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: Gott schwört, vielleicht auch Haus des Elija (hebr.)
Namenstage: Elisabeth, Elisa, Ella, Elsa, Elsbeth, Lisbeth, Sabeth, Bettina, Lisa, Isabell, Ilse, Lily, Sissi
Gedenktag: 9. November

Lebensdaten: geboren am 18. Juli 1880 bei Bourges, gestorben am 9. November 1906 in Dijon

Lebensgeschichte: Die Offizierstochter Marie-Joséphine-Élisabeth Catez kam am 18. Juli 1880 in einem Militärlager zur Welt. Ihr ungestümes Temperament stand im Widerspruch zur tiefen Liebe, die sie für Jesus empfand, weswegen sie beschloss, ihre heftigen Neigungen zu besiegen.
Das sehr musikalische und lebensfrohe Mädchen gewann mit 13 Jahren einen ersten Preis am Konservatorium und wurde Pianistin. Jedoch reifte in Elisabeth auch der Wunsch nach einem geistlichen Leben. Sie fühlte sich immer mehr in den Karmel berufen. Mit 21 Jahren stimmte schließlich auch die Mutter zu, und ihr großer Traum konnte sich erfüllen.
1901 trat sie mit dem Ordensnamen Elisabeth von der Dreifaltigkeit in den Karmel von Dijon-Flavignerot ein. Dort jedoch plagten sie seelische und körperliche Leiden. Trotzdem wollte sie ein „Lobpreis der Herrlichkeit Gottes“ werden, „der uns so sehr geliebt hat“. In vielen Briefen beschrieb sie ihren inneren Weg durch Dunkelheiten und mystische Gnaden. Ihre berühmteste literarische Hinterlassenschaft ist das Gebet zur heiligsten Dreifaltigkeit, der sie ihr ganzes Leben weihte: „Schenk Frieden meiner Seele, mach sie zu deinem Himmel, zu deiner geliebten Wohnung und dem Ort deiner Ruhe. Gib, dass ich dich dort nie allein lasse, sondern ganz da bin, ganz wach in meinem Glauben, ganz anbetend, ganz ausgeliefert an dein schöpferisches Handeln.“
Ihre unheilbare Krankheit, eine Nebenniereninsuffizienz, mündete in einen neunmonatigen Todeskampf, während dem sie trotz unerträglicher Schmerzen immer wieder von der Freude sprach, sich Gott hingeben zu dürfen. Am 9. November 1906 erfüllte sich mit ihrem irdischen Tod ihr Lebensziel: die Vereinigung mit der göttlichen Dreifaltigkeit.

Verehrung: 1984 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen, wurde Elisabeth von der Dreifaltigkeit 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Ihre Gebeine werden in der Kirche Saint-Michel in Dijon verehrt. Dort gibt es auch ein kleines Museum mit Gegenständen aus ihrem Leben.

 

Weitere Feste und Heilige des Tages:

Weihetag der Lateranbasilika
Gabriel Ferretti, Ordenspriester
Theodor von Euchaïta, Märtyrer