EULALIA VON MÉRIDA

Märtyrin
Namensdeutung: die Redegewandte (griechisch)
Namenstage: Eulalia, Eulalie, Alea, Lalli, Ollala
Gedenktag: 10. Dezember

Lebensdaten: geboren 292, gestorben am 10. Dezember 304 in Mérida, Spanien

Lebensgeschichte, Legende und Verehrung: Eulalia stammte aus einer vornehmen christlichen Familie, die sich in der Zeit der Christenverfolgungen unter den Kaisern Maximian und Diokletian aufs Land zurückgezogen hatte. Eulalia stahl sich aber von zu Hause fort und setzte sich beim kaiserlichen Statthalter Dacian in Mérida für ihre Glaubensgenossen ein; dabei zerstörte sie ein Götzenbild. Die Zwölfjährige wurde zuerst mit heißem Öl gefoltert und dann lebendig in einen brennenden Ofen geworfen. Der Legende nach entstieg ihre Seele als weiße Taube in den Himmel, während Schnee ihren Leichnam bedeckte.
Der heute noch meistverehrten Märtyrin Spaniens, deren Biographie sich mit der der heiligen Eulalia von Barcelona vermischt, widmeten bereits Augustinus von Hippo und Gregor der Große Predigten. In Mérida ist der Ofen noch zu sehen, in dem sie ums Leben kam. 780 wurden ihre Reliquien nach Oviedo gebracht, um sie vor dem muslimischen Ansturm zu bewahren.
Eulalia wird auch in Frankreich sehr verehrt, wo 880 mit der Eulalia-Sequenz – „Ein schönes Mädchen war Eulalia, schön war ihr Leib, schöner noch ihre Seele“ – der älteste französische Text entstand.

Darstellung: mit Miniaturofen und Tauben

Patronin: der Diözese Perpignan-Elne, von Mérida, Oviedo, Totana und Palacios de la Sierra, der Wöchnerinnen und Reisenden, gegen Ruhr und Unglück

 

Weitere Heilige und Feste des Tages:

Angelina, Äbtissin
Unsere Liebe Frau von Loreto