FELICITAS UND PERPETUA

Märtyrinnen
Namensdeutung: Glück – Beständigkeit (lat.)
Namenstage: Felicitas, Felizitas, Feliciana, Felicita, Félicité, Fee, Zita – Perpetua, Perpétue
Gedenktag: 7. März

Lebensdaten: Perpetua: geboren 181 vermutlich im heutigen Tebourba, Nordtunesien, beide gestorben am 7. März 202 oder 203 in Karthago, einem heutigen Vorort von Tunis

Lebensgeschichte: Felicitas war eine Sklavin und in der traditionellen Lesart (jedoch ohne Anhaltspunkt in der Passio) die Gefährtin der vornehmen und gebildeten Römerin Vivia Perpetua, die einen Sohn im Säuglingsalter hatte. Beide bereiteten sich in der Stadt Thuburbo Minus auf die Taufe vor, als der Beitritt zum Christentum unter Strafe gestellt war. Sie wurden angezeigt und mit den weiteren Katechumenen Revocatus, Saturninus und Secundulus sowie dem Priester Saturus verhaftet und in der Zitadelle Byrsa bei Karthago eingekerkert.

Die unbeirrbare Perpetua ließ sich weder vom Flehen ihres Vaters, ihr Baby doch nicht als Waise zurückzulassen, noch von den Drohungen des Prokurators Hilarianus von ihrem Bekenntnis zum Glauben abbringen, und wurde wegen der Verweigerung des Kaiseropfers mit ihren Leidensgenossen zum Tod in der Arena „ad bestias – zu den wilden Tieren“ verurteilt. Alle fünf konnten vor ihrem Martyrium noch die Taufe empfangen, und Felicitas brachte kurz zuvor eine Tochter zur Welt, die vermutlich von ihrem Mitgefangenen Revocatus stammte.

Die Hinrichtung im Amphitheater von Karthago fand anlässlich der Geburtstagsfeier des Kaisersohnes Geta am 7. März statt: Sie wurden in Netzen gefangen den Hörnern einer wilden Kuh ausgesetzt, doch die beiden Frauen überlebten. Perpetua richtete sich die Frisur, half der gestürzten Felicitas auf – weswegen sie als Gefährtinnen gelten –, das angewiderte Publikum verlangte, das Spektakel zu beenden, und sie wurden erstochen. Perpetua soll dem unerfahrenen Henker noch den Dolch geführt haben.

Verehrung: Erhaltene Augenzeugenberichte sowie das Gefängnistagebuch und das Prozessprotokoll Perpetuas machen aus den beiden Frauen die ersten nachweislich bezeugten Märtyrinnen des Christentums. Schon kurz nach ihrem Tod wurde über ihrem Grab in Karthago eine Kirche errichtet, die spätere „große Basilika“.

Beide fanden Eingang in das Erste Eucharistische Hochgebet, wo ihre gemeinsame Nennung das Wort „immerwährende Glückseligkeit“ ergibt.

Perpetuas Reliquien sollen über Rom und die Benediktinerabtei Dèvres nach Vierzon gelangt sein, wo sie seit 1807 in der Kirche Notre-Dame liegen.

Darstellung: oft gemeinsam und mit einer wilden Kuh, mit einem Kreuz oder Märtyrerpalmen in der Hand und einem Kind auf dem Schoß

 

Weitere Heilige des Tages:
Volker, Mönch
Johannes von Gorze, Abt