FINA

Jungfrau
Namensdeutung: von Serafina: sechsflügliger Engel (hebr., siehe Jes 6,1–7), oder von Josefina: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
Namenstage: Fina, Fine, Finetta, Finte
Gedenktag: 12. März

Lebensdaten: geboren 1238 in San Gimignano (Toskana), gestorben am 12. März 1253 ebendort

Lebensgeschichte: Fina dei Ciardi war die Tochter verarmter Adliger und hatte als Kind kaum zu essen; das Wenige aber verteilte sie unter denen, die noch weniger hatten. Von Entbehrungen geschwächt, ertrug sie Krankheit und Leid mit Geduld und Demut. Es heißt, sie habe ihrer Schmerzen wegen auf einem Brett liegen müssen, und ihre Ausdünstungen hätten die Fliegen angelockt.

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern lebte sie in ihrem armseligen Zuhause wie in einem Kloster, das sie nur verließ, um die heilige Messe zu besuchen.

Mit nur 15 Jahren starb sie am 12. März 1253, ein Lächeln auf den Lippen. Schon zu Lebzeiten bezeichneten die Leute Fina als Heilige. An ihrem Todestag sollen trotz winterlicher Temperaturen Levkojen auf den berühmten Stadttürmen von San Gimignano erblüht sein.

Verehrung: Fina wird bis heute in einer für sie eigens errichteten Kapelle der Kollegiatskirche von San Gimignano verehrt. Seit 1481 wird sie besonders als Patronin der Stadt gegen die Pest angerufen. Obwohl ihre Verehrung lokal eingegrenzt ist, schufen Künstler wie Domenico Ghirlandaio und Benozzo Gozzoli dort Kunstwerke von Weltrang mit Darstellungen aus ihrem Leben.

Darstellung: als häusliche junge Frau, mit Levkojen

Patronin: von San Gimignano

 

Weitere Heilige des Tages:
Almut von Wetter, Klostergründerin, Äbtissin
Petrus Diaconus, Ordensmann
Beatrix, Ordensfrau
Engelhard, Ordensprovinzial
Simeon, Abt